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Whistleblower Snowden nennt Zwangslandung von Ryanair-Maschine in Minsk „empörend“

© AP Photo / UncreditedEx-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden (Archiv)
Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden (Archiv) - SNA, 1920, 24.05.2021
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Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden hat sich über die erzwungene Notlandung einer Ryanair-Passagiermaschine in der weißrussischen Hauptstadt Minsk empört gezeigt.

„Die Zwangslandung einer Maschine zur Verhaftung eines Dissidenten ist immer empörend gewesen. Solchen seit (US-Präsident George) Bushs Zeiten gängigen ‚extraordinären Auslieferungen‘ muss entgegengewirkt werden, ganz egal, unter wessen Flagge das passiert“, schrieb der Whistleblower am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Nach Snowden selbst war im Juli 2013 im Flugzeug des damaligen bolivianischen Präsidenten Evo Morales gesucht worden: Ungeachtet der Immunität des Staatschefs wurde seine aus Moskau fliegende Maschine zur Landung in Wien gezwungen und durchsucht. Snowden war nicht an Bord.

Protassewitsch nach Landung in Minsk verhaftet

Nach einer mutmaßlichen Bombendrohung an Bord einer Ryanair-Maschine, die am Sonntag von Athen nach Vilnius flog, machte die Crew eine Wende und landete in Minsk. Weißrussischen Menschenrechtlern zufolge war der Mitgründer und Chefredakteur des regierungskritischen Telegram-Kanals Nexta, Roman Protassewitsch, an Bord.
Der Kanal gilt in Weißrussland offiziell als extremistisch. Der von der weißrussischen Justiz per Haftbefehl gesuchte Protassewitsch wurde gleich nach der Landung festgenommen. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren. Die Justiz in Minsk wirft dem Oppositionellen unter anderem vor, „Massenunruhen organisiert zu haben“. Bei einem Schuldspruch drohen Protassewitsch bis zu 15 Jahre Haft.
Roman Protassewitsch, Chefredakteur des oppositionellen weißrussischen Telegram-Kanals Nexta (Archiv) - SNA, 1920, 24.05.2021
Washington sieht in Flugumleitung von Ryanair-Maschine nach Minsk keine Entführung

EU sperrt ihren Luftraum für Weißrussland

Am Montag verhängte die Europäische Union neue Sanktionen gegen Minsk. Wie ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel nach Beratungen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel mitteilte, sollen belarussische Fluggesellschaften künftig nicht mehr den Luftraum der EU nutzen sowie auch nicht mehr auf Flughäfen in der EU starten und landen dürfen.
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