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Nach Notlandung des Passagierflugzeugs in Minsk: Belgien bestellt weißrussischen Botschafter ein

© SNA / Alexander Wilf / Zur BilddatenbankFlandern
Flandern - SNA, 1920, 24.05.2021
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Weißrusslands Botschafter in Belgien ist nach dem Vorfall mit dem von den weißrussischen Behörden am Sonntag umgeleiteten Passierflugzeug ins Außenministerium des Landes einbestellt worden, wo ihm gegenüber Konsequenzen für Minsk in Aussicht gestellt wurden. Dies teilte Belgiens Außenministerin, Sophie Wilmès, via Twitter am Montag mit.
„Der weißrussische Botschafter wurde ins Außenministerium einbestellt. Die in den letzten Stunden begangenen ungerechtfertigten und inakzeptablen Handlungen werden nicht ohne Konsequenzen bleiben. Herr Protassewitsch muss sofort freigelassen werden. Wir haben auch an unsere Unterstützung für die demokratischen Bestrebungen der Weißrussen erinnert“, schrieb Wilmès auf Twitter.
Behörden in Weißrussland hatten am Sonntag ein Boeing-Flugzeug von Ryanair auf dem Weg von Athen nach Vilnius (Litauen) nach einer Bombendrohung zur Landung gebracht. Laut dem Pressedienst des Flughafens, wo die Maschine die Landung absolvierte, stellte sich die Information über den mutmaßlichen Sprengsatz als Fehlalarm heraus. Mittlerweile hat das Ermittlungskomitee in Minsk bekannt gegeben, dass aufgrund der Bombendrohung ein Strafverfahren eingeleitet worden sei.
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An Bord der Maschine war Roman Protassewitsch, der Gründer des in Weißrussland als extremistisch eingestuften Telegram-Kanals Nexta und der Chefredakteur des ebenfalls als extremistisch eingestuften Telegram-Kanals „Belarus des Gehirns“, der nach der Landung festgenommen wurde. Ihm drohen 15 Jahre Haft.
Es gab übrigens bereits Fälle, bei denen ein Staat ein Zivilflugzeug zur Notlandung zwang. So musste 2013 die Maschine des damaligen bolivianischen Präsidenten Evo Morales auf dem Weg von Moskau in Wien landen, weil Frankreich und Portugal die Überflugrechte für das Flugzeug unerwartet verweigert hatten. Grund dafür war der Verdacht, dass sich der amerikanische Ex-Geheimdienstler Edward Snowden an Bord der Präsidentenmaschine befinden könnte, dessen Auslieferung die amerikanischen Behörden forderten. Snowden wurde jedoch bei der Durchsuchung des Flugzeugs nicht an Bord gefunden.
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