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Die beliebtesten Tatort-Folgen aller Zeiten

Tatort (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.05.2021
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Tatort ist mit über 1100 Episoden eine der am längsten laufenden Fernsehserien der Welt. 1970 begann ihre Ausstrahlung und seitdem gewann die Kriminalfilm-Reihe fortwährend viele Fans. In dieser Liste sind die besten Tatort-Folgen aller Zeiten laut Internet Movie Database (IMDb) zu finden.
Die letzte, 1168. Episode (Wo ist Mike?) der Krimireihe wurde am 16. Mai 2021 im Ersten ausgestrahlt, gedreht wurden einige Szenen jedoch im Frühling 2020. Obwohl „Wo ist Mike?“ von den IMDb-Besuchern insgesamt mit 6.1 bewertet worden ist, warten wir auf die nächsten Folgen, deren Titel schon genannt worden sind (Neugeboren, Der Reiz des Bösen, Marionetten, Pavlovs Köter und Die Dritte Haut). Nun aber zu den besten Tatort-Folgen aller Zeiten.

Im Schmerz geboren (2014)

Folgenummer: 920
IMDb: 8,3
Regie: Florian Schwarz
Eine deutsche Stadt leidet unter tropischer Hitze. Ein Mann kommt auf dem Bahnhof an. Er kommt aus Bolivien und es scheint, als brächte er diese Gluthitze mit. Mit den folgenden Ereignissen läuft es den Zuschauern heiß und kalt über den Rücken: Rache und Verrat, Liebe und Lügen, alles geht drunter und drüber, sogar um eine Art Ménage à trois, bei der der vorher eigentlich als ein anständiger Mensch bekannte Kriminalhauptkommissar Felix Murot (Ulrich Tukur) involviert gewesen ist…
Die Handlung der Serie scheint zu Shakespeares Dramen zu verweisen, vor allem wegen der HeldInnen, die Shakespeare`sche Namen (Claudius, Polonius, Marcellus, Caliban) tragen. Allerdings, wenn man nicht nur außenliegende Teile in Betracht zieht, sondern auch den Blick nach innen richtet, stellen sich auch andere bemerkenswerte Details heraus.
So die Filmmusik. Die Schauspielmusik „Egmont“ von Ludwig van Beethoven wurde hier sicherlich nicht zufällig ausgewählt: Die basiert auf einem gleichnamigen Drama von Johann Wolfgang von Goethe, in der die Titelfigur an einer Dreiecksbeziehung teilnimmt, im Unterschied zur Tatort-Episode jedoch ohne es zu wissen. In der Folge taucht mit der Hauptmelodie von „Egmont“ der ehemalige Stadtbewohner Richard Harloff (Ulrich Matthes) auf und beginnt von Beginn an, ebenso wie Goethes Egmont für Gerechtigkeit zu kämpfen. Werden seine Versuche erfolgreich oder für die Katz wie Egmonts Pläne sein?

Weil sie böse sind (2010)

© Foto : IMDbTatort: Weil sie böse sind
Tatort: Weil sie böse sind - SNA, 1920, 17.05.2021
Tatort: Weil sie böse sind
Folgenummer: 751
IMDb: 8,1
Regie: Florian Schwarz
„Wir hassen die Bösen nicht nur,
weil sie uns schaden,
sondern weil sie böse sind.“
Mit diesem Zitat Jean-Jacques Rousseaus fängt die nächste Top-Folge der Reihe Tatort an. Und während sich die Geschichte der Episode entfaltet, verändert sich die Meinung der Zuschauer, ob man für einen Menschen, der die Grenzen zwischen Gut und Böse überschritten hat, Verständnis oder hasserfüllte Ablehnung aufbringen sollte.
Die Kriminaloberkommissarin Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) und der Kriminalhauptkommissar Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) spielen in der Folge diesmal keine Hauptrollen. Während sie sich in einem Rivalitätskampf um die höhere Stelle am Frankfurter Hauptkommissariat befinden, sind zwei im Vordergrund stehende Täter ziemlich frei, Verbrechen zu begehen. Wie auf IMDb von einem Nutzer festgestellt wurde, „sind die Ermittlungen nicht die Hauptsache, sondern das Verbrechen selbst“.
Darüber hinaus scheint ein steinreicher junger Mann der Hauptverbrecher zu sein, Balthasar Staupen (Matthias Schweighöfer), der dem Mörder, Rolf Herken (Milan Peschel), nur Befehle gibt. Für diese Rolle wurde Schweighöfer mit dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Seine Darstellung ist auffallend, beispielsweise performt er exemplarisch in der Szene, in der er vom Tod seines Vaters erfährt: Das gruselige Video gewinnt nicht sein Mitgefühl, er schaut es sich hingegen kaum mit Interesse an, als ob es ein schon mal gesehener Film wäre.

Murot und das Murmeltier (2019)

© Foto : IMDbTatort: Murot und das Murmeltier
Tatort: Murot und das Murmeltier - SNA, 1920, 24.05.2021
Tatort: Murot und das Murmeltier
Folgenummer: 1084
IMDb: 8,0
Regie: Dietrich Brüggemann
Murot: Verdammt, ich habe mich ausgesperrt …
(geht zum Fenster)
Sein Nachbar: Aber Sie müssen sich gar nicht gleich umbringen, weil Sie sich ausgesperrt haben!
Murot: Wie komme ich anders in meine Wohnung rein?
(springt aus dem Fenster)
Die Handlung der Folge ist gewiss mehr als nur eine Verneigung vor dem bekannten US-amerikanischen Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (Originaltitel: Groundhog Day; 1993), sondern der eigene Versuch des Regisseurs, zu zeigen, wie schnell eine neue Sichtweise übernommen werden kann, wenn man dazu gezwungen wird. Die Meinung von Felix Murot scheint nämlich das größte Problem zu sein, dass sein Leben eine hoffnungslose Routine darstellt. Nach jeder Wiederholung realisiert der Charakter, wie abwechslungsreich sein Tagesablauf zuvor war.
Warum wird diese Episode aber als sehenswert erkannt, obwohl die Hauptidee gar nicht frisch ist? Das Verhalten des Hauptkommissars Murot geht über den Rahmen der schon fast lästigen Wiederhol-Geschichte hinaus. Bei Murot werden nicht seine persönlichen Eigenschaften angezweifelt, sondern seine Fähigkeit, sich mit verschiedenen Arbeitsproblemen zu beschäftigen. Davon hängt ab, ob die Zeitschleife endet oder nicht.
Britische Comedyserie Brassic - SNA, 1920, 11.03.2021
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