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Bis Ende August: Spahn stellt Corona-Impfungen für Schüler in Aussicht

Impfung (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.05.2021
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer zu reservieren, um die Impfkampagne auch unter jungen Menschen voranzutreiben.
„Ein Weg zu regulärem Unterricht nach den Sommerferien ist das Impfen der Jugendlichen", sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Das erklärte Ziel ist, dass die Länder den minderjährigen Schülerinnen und Schülern bis Ende August ein Impfangebot machen. Weil für sie wegen der Zulassung nur ein bestimmter Impfstoff infrage kommt, müssen dafür genügend Biontech-Dosen reserviert werden.“
Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) will noch im laufenden Monat über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren entscheiden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Präparat des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen.
Der Deutsche Städtetag regte an, die Impfzentren im Sommer in die Impfung von Schülern einzubinden. Es müsse jetzt zügig geklärt werden, wo demnächst Kinder ab 12 Jahren geimpft werden sollen, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Vor dem neuen Schuljahr sollten möglichst viele Jugendliche mindestens die erste Impfung erhalten.“ Generell plädierte er für die Beibehaltung der Zentren, weil unklar sei, wann Arztpraxen und Betriebsärzte die Impfungen vollständig leisten könnten.
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) derweil binnen eines Tages 6714 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 8500 Ansteckungen gelegen. Die 7-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 64,5 an (Vortag: 66,8; Vorwoche: 83,1). Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.
Jens Spahn - SNA, 1920, 23.05.2021
Spahn: Inzidenz unter 20 für Sommer anstreben
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
Spahn gab als Zielmarke für weitreichende Lockerungen im Sommer eine Inzidenz von unter 20 an. Für einen unbeschwerten Sommer müsse die Inzidenz weiter gesenkt werden, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Im vergangenen Sommer lag sie unter 20. Das sollten wir wieder anstreben. Vorsicht und Umsicht gelten weiterhin.“
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