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Polens Premier fordert Sanktionen gegen Minsk und weißrussische Fluggesellschaften

© AFP 2021 / JOHN THYSDer polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki spricht mit der Presse am 10. Dezember 2020 vor einem Gipfeltreffen der Europäischen Union in Brüssel.
Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki spricht mit der Presse am 10. Dezember 2020 vor einem Gipfeltreffen der Europäischen Union in Brüssel. - SNA, 1920, 23.05.2021
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Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat am Sonntag angesichts des Vorfalls mit dem von den weißrussischen Behörden umgeleiteten Passierflugzeug Sanktionen gegen die Regierung in Minsk sowie weißrussische Fluggesellschaften gefordert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur PAP am Sonntag.
Die Europäische Union müsse entschlossen und unverzüglich reagieren, sagte Morawiecki.
Er gab an, den Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, gebeten zu haben, die Agenda des für den Montag geplanten EU-Sondergipfels der Staats- und Regierungschefs um einen Punkt zu erweitern, bei dem es sich um „sofortige Strafmaßnahmen“ gegen die Regierung in Minsk handeln solle.
„Die Sanktionen sollten in erster Linie die Probleme des Flugverkehrs über das Gebiet von Weißrussland sowie des Verbots von Flügen für weißrussische Fluggesellschaften betreffen“, so Polens Premier weiter.
In einem Tweet sprach Morawiecki von einem „beispiellosen Akt des Staatsterrorismus, der nicht ungestraft bleiben kann“.
Dabei hat der Schichtleiter am Nationalen Flughafen Minsk, Maxim Kijakow, am Sonntagabend gegenüber dem örtlichen TV-Sender ONT Einzelheiten dazu genannt, warum das Ryanair-Flugzeug nach der Bombendrohung gerade in Minsk gelandet ist.
„Nach internationalen Regeln erwies sich Minsk als nächstgelegener Flughafen, und nach eben diesen internationalen Regeln beschloss der Flugkapitän, bei uns zu landen. Es war die Entscheidung des Flugkapitäns“, sagte Kijakow.
CDU-Chef Armin Laschet - SNA, 1920, 23.05.2021
Nach Umleitung von Passagierflug: Laschet fordert von EU-Rat Konsequenzen für Minsk
Behörden in Weißrussland hatten am Sonntag ein Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius (Litauen) nach einer Bombendrohung zur Landung gebracht. Laut dem Pressedienst des Flughafens, wo die Maschine die Landung absolvierte, stellte sich die Information über den mutmaßlichen Sprengsatz als Fehlalarm heraus. Mittlerweile hat das Ermittlungskomitee in Minsk bekannt gegeben, dass aufgrund der Bombendrohung ein Strafverfahren eingeleitet worden sei.
An Bord der Maschine war Roman Protassewitsch, der Gründer des in Weißrussland als extremistisch eingestuften Telegram-Kanals Nexta und der Chefredakteur des ebenfalls als extremistisch eingestuften Telegram-Kanals „Belarus des Gehirns“, der nach der Landung festgenommen wurde.
Nach jüngsten Angaben ist die Maschine nach der Notlandung in Minsk bereits in Vilnius gelandet, wie aus Informationen des Flugverkehrsportals Flightradar 24 hervorgeht
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