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„Gravierender Eingriff in den Luftverkehr“: Maas zu Flugzeug-Umleitung nach Minsk

© AP Photo / Fabrizio BenschBundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas  - SNA, 1920, 23.05.2021
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Bundesaußenminister Heiko Maas hat am Sonntagabend via Twitter die Flugzeug-Umleitung nach Minsk kritisiert und deutliche Konsequenzen dafür versprochen.
„Dass ein Flug zwischen EU-Staaten unter dem Vorwand einer Bombendrohung zur Zwischenlandung gezwungen wurde, ist ein gravierender Eingriff in den Luftverkehr. Wir sind sehr besorgt über Meldungen, dass auf dem Weg der Journalist Roman Protassewitsch verhaftet wurde“, schrieb er.
Solches Vorgehen könne nicht ohne deutliche Konsequenzen von Seiten der EU bleiben, die jetzt besprochen werden, so Maas. Der Minister forderte Minsk zudem auf, Roman Protassewitsch freizulassen und die Sicherheit allen Passagiere zu gewährleisten.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat auf die Umleitung ebenfalls mit Kritik reagiert. Sie forderte die weißrussischen Behörden auf, alle Passagiere sofort nach Vilnius reisen zu lassen. „Jeder Verstoß gegen die internationalen Luftverkehrsregeln muss Konsequenzen haben“, sagte sie abschließend.
Zuvor hat auch CDU-Chef Armin Laschet Konsequenzen seitens des EU-Rates für die weißrussischen Behörden gefordert.
CDU-Chef Armin Laschet - SNA, 1920, 23.05.2021
Nach Umleitung von Passagierflug: Laschet fordert von EU-Rat Konsequenzen für Minsk

Umleitung der Passagiermaschine

Behörden in Weißrussland hatten am Sonntag ein Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius (Litauen) nach einer Bombendrohung zur Landung gebracht. Laut dem Pressedienst des Flughafens, wo die Maschine die Landung absolvierte, stellte sich die Information über den mutmaßlichen Sprengsatz als Fehlalarm heraus. Mittlerweile hat das Ermittlungskomitee in Minsk bekannt gegeben, dass aufgrund der Bombendrohung ein Strafverfahren eingeleitet worden sei.
An Bord der Maschine war Roman Protassewitsch, der Gründer des in Weißrussland als extremistisch eingestuften Telegram-Kanals Nexta und der Chefredakteur des ebenfalls als extremistisch eingestuften Telegram-Kanals „Belarus des Gehirns“, der nach der Landung festgenommen wurde.
An Bord der notgelandeten Maschine sollen sich 171 Passagiere befunden haben. Nach Angaben des litauischen Außenministers Gabrielius Landsbergis habe man Informationen zu 149 davon. Unter diesen seien überwiegend Litauer, aber auch drei deutsche Staatsbürger sowie mehrere Menschen aus anderen EU-Staaten.
Das Flugzeug ist inzwischen in Vilnius gelandet.
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