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Vektor, Protein, inaktiviertes Virus: So funktionieren die drei Impfstoffe aus Russland

© SNA / Alexandr KryazhewRussischer Impfstoff Covivac
Russischer Impfstoff Covivac - SNA, 1920, 22.05.2021
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„Sputnik V“, „Epivac-Corona“, „Covivac“ – Russland hat bereits drei eigene Impfstoffe zugelassen. Jeder von ihnen basiert dabei auf einem anderen Prinzip. Wie genau die Impfstoffe funktionieren, erklärt SNA hier.
Mit „Sputnik V“ vom Moskauer Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie wurde der weltweit erste Impfstoff gegen das SARS-Coronavirus-2 in Russland registriert. Aber der Vektor-Impfstoff war nicht das letzte Vakzin, das die Russen entwickelt sollten. Es folgten „Epivac-Corona“, das auf rekombinanten Proteinen basiert, sowie ein Tot-Impfstoff namens „Covivac“.

„Sputnik V“ – mit Vektorviren gegen das Coronavirus

„Sputnik V“ bedient sich zweier gentechnisch veränderter Adenoviren, die das Gen für das „Spike-Protein“ des SARS-CoV-2 in sich tragen. Wie genau die Impfung mit „Sputnik V“ funktioniert, erfahren Sie in diesem Video:

„Epivac-Corona“: Proteine von genoptimierten Bakterien

Obwohl „Epivac-Corona“ vom Vektor-Institut in Kolzowo entwickelt wurde, hat es mit Vektorviren nichts zu tun. Geimpft wird hier gegen ein Protein der Viruskapsel. Dieses wird nicht als Gen in Zellen eingeschleust, sondern in einem gentechnisch veränderten Stäbchenbakterium produziert. Genau genommen handelt es sich um ein Mischprotein, das zu einem Teil aus Kapselprotein und zum anderen aus einem bakteriellen Protein besteht. Dieses Protein wird dann abgeschöpft, aufgereinigt und als eigentlicher Wirkstoff verimpft.

„Covivac“ – mit abgetöteten Coronaviren impfen

Der dritte zugelassene Impfstoff, „Covivac“, wurde am staatlichen Tschumakow-Zentrum in Moskau entwickelt und ist ein klassischer Tot-Impfstoff. Will heißen: Hier werden Viren durch chemische Bearbeitung inaktiviert. Sie können keine Zellen mehr infizieren und sich nicht vermehren. Man spricht auch von abgetöteten Erregern, daher der Begriff: Tot-Impfstoff. Aber die Oberfläche der Viren bleibt bei der Inaktivierung erhalten, wird vom Immunsystem erkannt und bekämpft. Da hier das Immunsystem auf alle Bestandteile des Virus reagieren kann, erwartet man sich eine breitere Immunantwort und entsprechend auch eine breitere Schutzwirkung.
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