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USA verhängen neue Sanktionen gegen Nord Stream 2

© SNA / Jekaterina SolowjewaRohrlager auf der Baustelle der Gaspipeline Nord Stream 2 in Sassnitz
Rohrlager auf der Baustelle der Gaspipeline Nord Stream 2 in Sassnitz - SNA, 1920, 21.05.2021
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Das US-Finanzministerium hat die Verhängung von Strafmaßnahmen gegen die am Bau der deutsch-russischen Gasleitung Nord Stream 2 beteiligten russischen Organisationen und Schiffe bekanntgegeben.
Die Liste umfasst demnach solche Organisationen wie „Seerettungsdienst“, „Mortransservice“, „Wärmeenergie-Eigentumsfonds Samara“, aber auch einige Schiffe, darunter die „Akademik Cherskiy“, „Spasatel Karew“ und „Baltic Researcher“.
Dabei erklärte zuvor der Außenminister Anthony Blinken, es liege nicht im Interesse Washingtons, Sanktionen gegen den Betreiber der Pipeline - die Nord Stream 2 AG - und dessen Management zu verhängen. Jen Psaki, die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses, stellte fest, der Bau von Nord Stream 2 werde jetzt schwer zu stoppen sein.

Nord Stream 2

Die Pipeline Nord Stream 2 hat einen geschätzten Wert von rund 9,5 Milliarden Euro. Erdgas aus Russland soll in die EU durch zwei parallel verlaufende Stränge von mehr als 2400 Kilometern Gesamtlänge fließen – bis zu 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.
Mehrere Länder stemmen sich gegen das Projekt. Die USA befürchten eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischem Gas und wollen das Projekt mit Sanktionen stoppen, um russisches Pipelinegas in Europa durch ihr deutlich teureres verflüssigtes Erdgas (LNG) zu ersetzen.
Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 in Deutschland (Archiv) - SNA, 1920, 20.05.2021
Weißes Haus gesteht ein: Gaspipeline Nord Stream 2 kaum zu stoppen
Auch osteuropäische Staaten wie Polen und die baltischen Länder lehnen die Pipeline ab. Die Ukraine befürchtet schwere Einbußen nach einem möglichen Wegfall des russischen Gastransits durch ihr Territorium wie auch den Verlust ihres Status als eines wichtigen Gastransitlandes. Die Bundesregierung verwies immer wieder darauf, dass es sich um ein wirtschaftliches Projekt handelt. Nun gerät sie aber immer stärker unter Druck, entschied sich aber trotzdem für den Bau. Auch Österreich plädiert für die Umsetzung des Projekts.
Dem Aufsichtsratschef des russischen Konzerns Gazprom, Viktor Subkow, zufolge, dürften die Arbeiten zum Jahresende abgeschlossen sein.
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