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Thiele-Erben verkaufen 33 Millionen Lufthansa-Aktien

© AP Photo / Martin MeissnerPassagiere warten auf ihren Lufthansa-Flug auf dem Flughafen in Frankfurt, Deutschland, am Samstag, 15. Mai 2021.
Passagiere warten auf ihren Lufthansa-Flug auf dem Flughafen in Frankfurt, Deutschland, am Samstag, 15. Mai 2021. - SNA, 1920, 21.05.2021
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Die Erben des zweitgrößten Lufthansa-Aktionärs Heinz Hermann Thiele haben drei Monate nach seinem Tod mehr als die Hälfte ihrer Anteile an der Airline-Gruppe verkauft. Dies melden internationale Nachrichtenagenturen unter Berufung auf eine Mitteilung der KB Holding.
Demnach trennte sich die von der Familie Thiele kontrollierte KB Holding am Donnerstagabend von 33 Millionen Aktien der Lufthansa und löste damit 323 Millionen Euro ein. Der Verkauf kommt zu einem Zeitpunkt zustande, als die Lufthansa sich darauf vorbereitet, rund drei Milliarden Euro an neuem Eigenkapital einzusammeln, um einen Teil des neun Milliarden Euro schweren staatlichen Rettungspakets abzuwickeln.
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Mögliche Verkaufsgründe

Die Aktien wurden laut Reuters-Informationen über die Investment Bank Morgan Stanley für 9,80 Euro das Stück, also knapp zehn Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs, verkauft. Die Lufthansa-Aktie rutschte anschließend um 5,6 Prozent auf 10,26 Euro am Freitagmorgen. Der „ungewöhnlich hohe Abschlag“ ließ einige Medien darüber spekulieren, ob die Thiele-Familie mit dem Verkauf die Erbschaftssteuern verringern wolle. Andere berichteten hingegen, ein großer Rabatt sei bei solchen Platzierungen üblich.
Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen Thieles Erben den deutschen Behörden möglicherweise mehr als fünf Milliarden Euro an Erbschaftssteuern schulden. Das könnte dem „Manager“-Magazin zufolge „die größte Rechnung in der Geschichte des Landes“ sein. Thieles Vermögen sollte in eine Stiftung eingebracht werden, um Steuerrisiken zu reduzieren. Zu seiner Lufthansa-Beteiligung gab es in Thieles Testament jedoch kein konkretes Bekenntnis. Wie Thieles Tochter Julia Thiele-Schürhoff bereits betonte, bleiben die anderen Anteile des Gestorbenen wie etwa Mehrheitsbeteiligungen am Münchner Lkw- und Bahn-Zulieferer „Knorr-Bremse“ und am Bahntechnik-Konzern „Vossloh“ vollständig in den Händen der Familie.
Zuvor hatte Reuters gemeldet, Thiele reduzierte seine Beteiligung an der Lufthansa noch kurz vor seinem Tod von 12,4 auf 10,04 Prozent und hielt zuletzt noch 60 Millionen Lufthansa-Aktien. Er war erst in der Corona-Krise bei der Fluggesellschaft eingestiegen und hatte dort als aktivistischer Investor den rettenden Einstieg des Staates kritisch begleitet.
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