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Beobachtungsstelle: Weltweit so viele Binnenvertriebene wie noch nie

© REUTERS / IVAN ALVARADOExperten geben Entwarnung: Schwere Corona-Fälle bei Kindern „extrem selten“
Experten geben Entwarnung: Schwere Corona-Fälle bei Kindern „extrem selten“ - SNA, 1920, 20.05.2021
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Trotz Corona-Pandemie ist die Zahl der Menschen, die im eigenen Land in andere Regionen zur Flucht gezwungen worden sind, im vergangenen Jahr rund um den Globus stark gestiegen. Das zeigt ein Bericht der Beobachtungsstelle für intern Vertriebene (IDMC).
Ende 2020 waren weltweit etwa 55 Millionen Menschen gezwungen, ihr Haus zu verlassen und in andere Region ihres Landes zu fliehen. Das seien so viele wie noch nie, teilte die Beobachtungsstelle für intern Vertriebene (IDMC) am Donnerstag in Genf mit. Ein Jahr zuvor waren es noch 45,7 Millionen Menschen, die im eigenen Land vor Krieg und Naturkatastrophen auf der Flucht waren.
Die IDMC erfasst auch die Zahl von Menschen, die mehrmals vertrieben werden. Im Laufe des vergangenen Jahres 2020 waren es 40,5 Millionen solcher Bewegungen. Es sei schockierend, dass letztes Jahr jede Sekunde jemand von zu Hause fliehen musste und im eigenen Land auf der Flucht war, sagte Jan Egeland, der Leiter des Norwegian Refugee Council, die zur Beobachtungsstelle gehört IDMC.
„Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie sind diese hohen Zahlen besonders Besorgnis erregend“, sagte IDMC-Direktorin Alexandra Bilak. Zwar hätten Corona-Beschränkungen und die Ansteckungsgefahr die Geflüchteten davon abgehalten, Notquartiere aufzusuchen und die Datensammlung vor Ort erschwert, dennoch seien die Zahlen gestiegen, so Bilak.
Nach Angaben der IDMC hänge dieser Negativtrend unter anderem mit der eskalierenden Gewalt zusammen, die durch extremistische Gruppierungen in Äthiopien, Mosambik und Burkina Faso zunehme. Außerdem hätten Dauerkonflikte zu neuen massiven Fluchtbewegungen geführt – unter anderem in Syrien, Afghanistan und im Kongo.
Im Jahr 2020 sei aber Gewalt für weniger als zehn Millionen Fluchtbewegungen verantwortlich. Dagegen lösten Naturkatastrophen fast 31 Millionen Vertreibungen innerhalb der eigenen Landesgrenzen aus. So seien Millionen Menschen vor dem Zyklon „Amphan“ in Asien geflohen. Die Karibik und Zentralamerika wurden von Wirbelstürmen heimgesucht. Wegen Überschwemmungen mussten In Afrika und dem Mittleren Osten mussten Millionen Menschen ihre Häuser verlassen.
Aber auch der Klimawandel sei nicht für die vielen Vertreibungen allein verantwortlich. Er sei lediglich einer von mehreren Risikofaktoren, erklären die IDMC-Experten. So entstünden Fluchtbewegungen dort, wo Menschen aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen keine Möglichkeit hätten, sich vor Katastrophen zu schützen.
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