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US-Bundesstaat Texas richtet verurteilten Mörder per Giftspritze hin

Hinrichtungsraum (Archivbild) - SNA, 1920, 20.05.2021
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Der US-Bundesstaat Texas hat am Mittwochabend (Ortszeit) Quintin Jones, der vor mehr als 20 Jahren seine Großtante erschlagen hatte, hingerichtet. Es war die erste Vollstreckung der Todesstrafe in dem US-Bundesstaat seit zehn Monaten. Das teilte der TV-Sender CBS am Donnerstag mit.
Demnach wurde der verurteilte Mörder Quintin Jones im Gefängnis der Stadt Huntsville per Giftspritze getötet.
Zuvor hatte der 41-Jährige in einem Video an den republikanischen Gouverneur Greg Abbott appelliert, seine Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln, jedoch ohne Erfolg.
Eine im Internet veröffentlichte Petition zur Begnadigung von Jones hatten rund 160.000 Menschen unterschrieben. Abbott hat während seiner bisherigen sechsjährigen Amtszeit jedoch nur in einem einzigen Fall einen Todeskandidaten begnadigt. Im Jahr 2020 hatte Texas drei Häftlinge hingerichtet.

Jones wegen Mordes an seiner Großtante zu Tode verurteilt

Jones war wegen Mordes an seiner 83-jährigen Großtante zur Todesstrafe verurteilt worden. Er hatte 1999 Berthena Bryant mit einem Baseball-Schläger zu Tode geprügelt, da sie sich laut Gerichtsdokumenten geweigert hatte, ihm 30 Dollar für Drogen zu geben. Er wurde 2001 in Tarrant County im US-Bundesstaat Texas für schuldig befunden und zum Tode verurteilt und war seitdem im Todestrakt.
Zuletzt war in Texas eine Todesstrafe am 8. Juli vollstreckt worden.

Todesstrafe in den USA

Nach Angaben des Informationszentrums für Todesstrafe haben bislang 23 der 50 Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft, zuletzt Virginia. Drei weitere Staaten haben die Vollstreckung der Todesstrafe demnach ausgesetzt. Einige Staaten, wie Oregon, haben Moratorien verhängt, nach denen die Todesstrafe nicht vollstreckt werden darf.
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Aus Mangel an Giftspritzen: US-Bundesstaat South Carolina erlaubt Hinrichtungen durch Erschießung
In Staaten, in denen es noch Hinrichtungen gibt, ist die Verabreichung einer Giftspritze die gängige Methode. Es gibt auf dem Papier jedoch Alternativen, wozu prinzipiell auch Erschießungen gehören, zu denen es in der jüngeren US-Geschichte nach Angaben des Informationszentrums jedoch nur in einzelnen Fällen kam, zuletzt 2010 im Bundesstaat Utah.
Der Bund hatte fast zwei Jahrzehnte lang keine Todesstrafen mehr vollstrecken lassen – die Regierung von Ex-Präsident Donald Trump setzte jedoch deren Wiedereinführung durch. Der neue Präsident, Joe Biden, lehnt die Todesstrafe dagegen ab.
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