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Diskriminierung bei Wohnungsvergabe? Bremer Baugesellschaft leitet Prüfungsverfahren ein

© CC0 / Dielmann / PixabayFrau in Nikab (Symbolbild)
Frau in Nikab (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.05.2021
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Die Bremer Gesellschaft Brebau prüft nach eigenen Angaben Vorwürfe der systematischen Diskriminierung von Wohnungssuchenden mit Migrationshintergrund.
„Wir nehmen das Thema sehr ernst und werden den Sachverhalt mit aller Konsequenz aufklären“, hat die Geschäftsführung am Donnerstag bekannt gegeben. Das Nachrichtenmagazin „buten un binnen“ von Radio Bremen hatte zuvor berichtet, dass Menschen mit Wurzeln außerhalb Deutschlands von Brebau-Wohnungen ferngehalten werden sollen.
Mit Verweis auf Zeugenaussagen und interne schriftliche Anweisungen hieß es in dem Bericht, dass die Brebau spezielle Notizen über Wohnungsinteressierte erstellen lasse. Demnach soll von Mitarbeitenden vermerkt werden, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin schwarz ist, ein Kopftuch trägt, mit der deutschen Kultur vertraut ist, westlich integriert ist oder wie die Deutschkenntnisse sind. Auch Menschen, die zuvor in sozialen Einrichtungen wie Übergangsheimen für Obdachlose gemeldet waren, sollen dem Bericht zufolge keine Wohnungen angeboten bekommen.
Von der Brebau-Geschäftsführung hieß es, dass ein solches Vorgehen im deutlichen Gegensatz zur unternehmerischen Haltung stehe und Diskriminierung nicht toleriert werde.
„Sollten sich die Vorwürfe erhärten, werden wir alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ein solches Verhalten unmittelbar abzustellen“, teilte Brebau mit.
Die Stadt Bremen ist alleinige Eigentümerin der Wohnungsbaugesellschaft Brebau, nachdem die Sparkasse 2019 ihren Brebau-Anteil in Höhe von 50 Prozent an die Stadt verkauft hatte. Die Brebau zählt 128 Mitarbeiter und bietet Miet- und Eigentumswohnungen, Reihenhäuser und Leistungen der Haus- und Wohnungsverwaltung an.
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