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„Denuklearisierung“ statt großer Deal: Biden vollzieht Kurswechsel in Nordkorea-Politik

© SNA / Igor MichaljowWeißes Haus in Washington (Archivbild)
Weißes Haus in Washington (Archivbild) - SNA, 1920, 20.05.2021
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Anders als sein Vorgänger Donald Trump will sich US-Präsident Joe Biden im Atomstreit mit Nordkorea nicht um ein umfassendes politisches Abkommen, sondern um eine „Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel bemühen. Das machte ein ranghoher Vertreter der US-Administration am Mittwoch in Washington deutlich.
Die USA setzten auf eine „abgestufte praktische Herangehensweise“, um eine Verhandlungslösung und mehr Sicherheit zu ermöglichen, sagte der Sprecher laut der Deutschen Presse-Agentur.
Die US-Regierung setze weder auf einen „großen Deal“ noch auf das Konzept der „strategischen Geduld“, so der Sprecher mit Blick auf die Herangehensweisen von Bidens Vorgängern.
Zur angepeilten Verhandlungsstrategie machte er keine genauen Angaben. „Dieser Prozess ist wahrscheinlich herausfordernd. Daher wollen wir uns dabei maximale Flexibilität geben.“
US-Präsident Joe Biden - SNA, 1920, 02.05.2021
Biden-Rede war ein „grober Fehler“: Nordkorea droht USA mit Konsequenzen
Auch lehnte der Beamte es ab, genauer zu definieren, welche Bedingungen Nordkorea für eine „Denuklearisierung“ erfüllen müsste. Unter diesem Begriff verstehen die USA und Südkorea meist die Abrüstung der nordkoreanischen Atomwaffen.

Bisherige Strategien ohne Erfolg

Um den künftigen Umgang mit Nordkorea soll es bei einem Treffen Bidens mit Südkoreas Präsident Moon Jae In am Freitag im Weißen Haus gehen. Moon, der nächstes Jahr aus dem Amt scheiden wird, erhofft sich von der Zusammenkunft mit Biden nach eigener Aussage einen neuen Schub für die Atomverhandlungen und den Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel.
Bidens republikanischer Amtsvorgänger Donald Trump hatte auf persönliche Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und den Abschluss eines umfassenden Abkommens gesetzt – ohne Erfolg. Der demokratische Ex-Präsident Barack Obama hatte während seiner Amtszeit (2009–2017) ebenfalls ohne konkrete Erfolge ein passiveres Konzept der Isolierung Nordkoreas verfolgt.
Biden kündigte eine Überprüfung der bisherigen US-Strategie an. Nun scheint die Regierung auf direkte Gespräche zu setzen, will diese thematisch aber in engen Grenzen halten mit Blick auf Nordkoreas Atomprogramm.
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