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Sorge vor Coronainfektion am Arbeitsplatz bei Geringverdienern besonders groß

© CC0 / mwitt1337 / PixabayArbeitsplatz (Symbolbild)
Arbeitsplatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.05.2021
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Die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus am Arbeitsplatz oder auf dem Weg zur Arbeit ist bei den Geringverdienern besonders groß. Das hat eine Befragung des Portals lohnspiegel.de unter mehr als 51.000 Beschäftigten ergeben.
Nach über einem Jahr Corona-Pandemie und trotz des Impffortschritts machen sich noch immer viele Menschen hierzulande Sorgen, sich am Arbeitsplatz oder auf dem Weg zur Arbeit mit dem Virus anzustecken. Laut einer kontinuierlichen Befragung des Portals lohnspiegel.de, die seit dem 1. April 2021 durchgeführt wird und an der sich 51.404 Beschäftigte beteiligt haben, gaben in der ersten Maihälfte 32 Prozent der Befragten an, eine Ansteckung am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg zu befürchten. Besonders groß sei diese Sorge unter Geringverdienern im untersten Fünftel der Lohnverteilung. In dieser Gruppe gaben in der ersten Maihälfte mehr als 43 Prozent der Befragten an, Angst vor Ansteckung zu haben. Zum Vergleich: Im obersten Fünftel der Lohnverteilung waren es lediglich 23 Prozent.
„Soziale Ungleichheit hat die Corona-Krise in Deutschland stark geprägt“, erklärt Dr. Aline Zucco, Expertin für Verteilungsfragen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, das die Befragung wissenschaftlich betreut. „Nicht nur die ökonomischen Lasten der Pandemie sind sehr ungleich verteilt, sondern auch die Gesundheitsrisiken. Arbeit im Niedriglohnsektor sei oft mit hoher Kontaktfrequenz verbunden, etwa im Lebensmittelhandel oder in der Erziehung. Zudem gebe es in diesen Bereichen offenbar größere Versäumnisse bei Arbeits- und Gesundheitsschutz. So hätten 17 Prozent der Befragten mit niedrigen Lohn angegeben, dass ihr Arbeitgeber keine ausreichenden Infektionsschutzmaßnahmen getroffen habe. Auf der anderen Seite würden Beschäftigte mit akademischer Qualifikation häufiger Tätigkeiten ohne direkten Kontakt ausüben und könnten ins Homeoffice ausweichen. Und auch beim Infektionsschutz hätten lediglich neun Prozent Unzufriedenheit mit den vom Arbeitgeber getroffenen Maßnahmen bekundet.
Hoffnung mache der Impffortschritt. Inzwischen seien die Prioritätsgruppen 1 und 2 zu einem guten teil durchgeimpft, nun komme es darauf an, dass auch die Beschäftigten aus Prioritätsgruppe 3 möglichst rasch zum Zuge kämen, sagt Dr. Elke Ahlers vom WSI. „Die Impfung bringt dann nach über einem Jahr Pandemie eine echte Entlastung – und zwar auch von den psychischen Belastungen, die mit der permanenten Ansteckungssorge verbunden sind“, so Ahlers.
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