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Beitrag von Fridays for Future als „antisemitisch“ kritisiert – Deutscher Ableger distanziert sich

© AFP 2021 / SALOM-GOMISKlima-Bewegung Fridays for Future
Klima-Bewegung Fridays for Future - SNA, 1920, 20.05.2021
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Die Klima-Bewegung „Fridays for Future“ hat in dem internationalen Twitter-Account einen Beitrag veröffentlicht, der von vielen als Solidarisierung mit den Raketenangriffen auf Israel verstanden wurde. Kritiker haben den Posting als antisemitisch verurteilt. Der deutsche Ableger der Organisation hat sich seinerseits von dem Aufruf distanziert.
In dem teils stark kritisierten Beitrag, den viele als Solidaritätsbekundung mit den Palästinensern im aktuellen Nahost-Konflikt betrachteten, heißt es: „Wir sind mit dem Herzen bei den Märtyrern und Verstorbenen. Die Gewalt und die verlorenen Leben sind eine Tragödie, und ihr Blut wird nicht vergessen werden. Möge die Erinnerung an sie ein Segen sein und eine Revolution.“
Es geht darin auch um eine „Verbindung zwischen Volk und Land“, was einen „spirituellen und kulturellen Wohlstand“ fördere. Damit einher gehe eine Verantwortung, sich um das Land zu kümmern, die „von Generation zu Generation“ weitergegeben werden müsse. Diese Argumentation erinnerte in den sozialen Medien viele an die Blut-und-Boden-Ideologie der Nationalsozialisten, die die Einheit eines Volkes mit einem Siedlungsgebiet propagiert.
Die Bewegung stellte direkt zu Anfang des Tweets klar, man positioniere sich klar gegen jeglichen Antisemitismus, aber: „Wir stehen auch gegen alle Formen von Kolonialismus und systematischer Unterdrückung durch Militär und Institutionen.“
„Seit der Nakba haben die Palästinenser Ungerechtigkeiten erlebt, befeuert durch Siedlerkolonialismus und Imperialismus,” heißt es weiter.
Das Vorgehen der israelischen Regierung bezeichnete die Bewegung in ihrem Beitrag als „eine Form des Militarismus und Kolonialismus, um die zu demontieren wir existieren.“ Die höchst umstrittene BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) sei zwar mancherorts „von ihrem eigentlichen Ziel entfernt“ worden. Als internationale Bewegung höre man als Fridays for Future aber „primär den kolonialisierten und unterdrückten Menschen zu“.
In den Kommentaren unter dem umstrittenen Post der Organisation konnte man zweierlei Stimmen erkennen. Einige User übten Kritik, andere befürworteten die Haltung gegen das Handeln Israels.

Fridays for Future Deutschland distanziert sich

Der deutsche Ableger von Fridays for Future hat sich von einem Posting mit „antisemitischen“ Inhalten distanziert. Antisemitismus sei „in keinster Weise mit unserem Selbstverständnis vereinbar“, heißt es auf dem Twitter-Kanal von Fridays for Future Germany.
Trotz der Distanzierung fanden sich unter den Likes des Tweets auch prominente Gesichter der deutschen Klimaschutz-Bewegung. Clara Meyer etwa, die Berliner Sprecherin der Bewegung, markierte den Post mit „Gefällt mir“. Anschließend machte sie dies jedoch wieder rückgängig.
Die Situation an der Grenze zwischen Israel und dem palästinensischen Gazastreifen hatte sich am Abend des 10. Mais zugespitzt. Israel macht die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas für alle Angriffe aus der Region verantwortlich. In Israel sollen mindestens zwölf Menschen getötet und weitere 50 schwer verletzt worden sein. Tel Aviv unternahm Hunderte Gegenangriffe. Die Zahl der Opfer auf der palästinensischen Seite betrug bislang 227, darunter sind 64 Kinder.
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