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EvoLogics beim Baikal-Projekt: Moderne Technologien mit Ideen der Natur verbinden

© SNA / Kirill Shipitsin / Zur BilddatenbankTiefsee-Neutrino-Teleskop
Tiefsee-Neutrino-Teleskop  - SNA, 1920, 20.05.2021
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Unlängst wurde am Baikalsee das internationale Projekt Tiefsee-Neutrino-Teleskop zur Erforschung des fernen Weltraums gestartet. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete die deutsche Firma für drahtlose Unterwasserkommunikation EvoLogics. Konstantin Kebkal, wissenschaftlicher Direktor, im Interview mit SNA.
Das Unternehmen beteiligt sich am internationalen Projekt zur Erforschung des fernen Weltraums. Das Baikal-Teleskop kann die Neutrinos mit ultrahoher Energie nachweisen, die aus dem Weltraum auf die Erde gelangen. Ein Neutrino ist ein Teilchen, mit dem man die Geschichte des Universums lesen und erforschen kann.
Das Teleskop wurde in einer Entfernung von 3,5 Kilometern von der Küste im südlichen Becken des Baikalsees installiert. Es besteht aus sieben am Grund des Sees befestigten Clustern, auf denen sich „Gehänge“ von Sensoren befinden. Sie hängen an Kabeln in einer Tiefe von 700 bis 1300 Metern. Die Unterwasser-Akustikmodems von EvoLogics zeigten eine Positionierungsgenauigkeit von fünf Millimetern am Baikal-Neutrino-Teleskop.

„2003 haben wir den ersten Prototyp eines digitalen Unterwasserkommunikationsgeräts erstellt.Es war ein hydroakustisches Modem, das auf den Erfahrungen beruhte, die während des Unterrichts mit Delfinen im Aquarium gesammelt wurden.Ich habe damals die Klangkommunikation von Delfinen studiert.Diese Säugetiere können erfolgreich miteinander kommunizieren, und diese Prinzipien waren die Grundlage für die Erfindung“, schilderte Konstantin Kebkal.

Das Unternehmen wurde ursprünglich an der Technischen Universität Berlin gegründet. Im Jahr 2008 begann die Entwicklung der Antennen. Neben hydroakustischen Modems konnten diese Geräte auch die Peilungen von Fernkommunikationsteilnehmern erkennen und deren geografische Koordinaten ermitteln. Die sogenannten Long-Base-Antennen wurden später beim Baikal-Projekt eingesetzt.

Berechnung des Weltraums

Die Transparenz des kristallklaren Baikalwassers und die Abwesenheit von Algen ermöglicht es, die Richtung des Neutrinos mit optimaler Genauigkeit zu bestimmen.
„Das Neutrino-Teleskop besteht aus vertikalen Girlanden, die an einem Schwimmer aufgehängt sind. Das gesamte System ist von unten verankert. Unter dem Einfluss der Strömung kippen die Girlanden. Wenn die Antenne geneigt ist, kann man die Ankunftsrichtung der Neutrinos bestimmen, also von welchem ​​Punkt am Himmel sie gekommen sind. Das Neutrino dringt in die Erde ein und wird zuerst in geografischen und dann in astronomischen Koordinaten registriert. Am Baikalsee werden Neutrinos registriert, die aus der südlichen Hemisphäre stammen. Aufgrund bestimmter Berechnungen erhalten Wissenschaftler anschließend die Möglichkeit zu verstehen, was im Weltraum geschieht“, erläuterte der Wissenschaftler.
Das Unternehmen beabsichtigt, die Baikal-Neutrino-Teleskope in den nächsten Jahren vollständig auszurüsten, um die Genauigkeit der Datenübertragung zu erhöhen.
Die EvoLogics GmbH wurde im Jahr 2000 von einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern und Experten für Unterwasserkommunikation in Berlin gegründet. Die vom Unternehmen angebotenen Lösungen basieren auf innovativen Entwicklungen in verschiedenen Bereichen wie Hydroakustik, Robotik und Bionik. Die Unterwassermodems des Unternehmens mit S2C-Technologie gelten als eines der zuverlässigsten Mittel zur Übertragung von Informationen unter Wasser. Ein starkes Team von Wissenschaftlern und Experten entwirft und fertigt drahtlose Unterwasserkommunikationssysteme auf der Grundlage bionischer Konzepte und kombiniert die neuesten Entwicklungen mit den besten Ideen der Natur. Zurzeit arbeitet das Unternehmen aktiv mit spezialisierten Instituten für Meerestechnologie in St. Petersburg und Wladiwostok zusammen.
„Die Coronavirus-Beschränkungen haben das internationale Reisen erschwert, aber ich glaube nicht, dass die Pandemie uns sehr geschadet hat. Natürlich werden alle Unternehmen langfristige Konsequenzen haben. Wir warten auf sie, aber ich kann nicht sagen, dass wir die Stunden zählen“, scherzte Kebkal.
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