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USA sehen von Sanktionen gegen Nord Stream 2-Betreiber vorerst ab – Bloomberg

© SNA / Jekaterina SolowjewaBaustelle der Gaspipeline Nord Stream 2 in Lubmin
Baustelle der Gaspipeline Nord Stream 2 in Lubmin - SNA, 1920, 19.05.2021
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Im Streit um die Ostsee-Pipeline wird das US-Außenministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg der Betreibergesellschaft Nord Stream 2 AG und ihrem CEO, Matthias Warnig, vorerst keine Beschränkungen auferlegen.
Einen entsprechenden Bericht soll das Ministerium dem US-Kongress bereits vorgelegt haben. Die Aktivitäten der Nord Stream 2 AG würden zwar unter US-Sanktionen fallen, doch das Weiße Haus habe beschlossen, Strafmaßnahmen aus Gründen der nationalen Sicherheit aufzugeben.
Mit diesem Schritt soll laut Bloomberg auch eine Konfrontation mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vermieden werden.
Es sei unklar, ob der Kongress andere Vorschläge für mögliche Sanktionen gegen Nord Stream 2 habe.
Zuvor hatte die US-Nachrichtenseite „Axios“ berichtet, die US-Regierung wolle auf die Anwendung von Sanktionen gegen die Nord Stream 2 AG im schweizerischen Zug und deren deutschen Geschäftsführer Matthias Warnig verzichten. Republikaner im US-Kongress hätten darauf empört reagiert. Der Top-Republikaner im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, Michael McCaul, teilte mit, sollte der „Axios“-Bericht zutreffen, wäre das ein Indiz dafür, dass die Biden-Regierung die Pipeline nie wirklich habe verhindern wollen.
Die Pipeline Nord Stream 2 hat einen geschätzten Wert von rund 9,5 Milliarden Euro. Erdgas aus Russland soll in die EU durch zwei parallel verlaufende Stränge von mehr als 2400 Kilometern Gesamtlänge fließen. Das Projekt ist zu mehr als 90 Prozent fertig. Ein Teilstück von 121 Kilometern fehlt noch.
Rohrlager auf der Baustelle der Gaspipeline Nord Stream 2 in Sassnitz - SNA, 1920, 19.05.2021
Nord Stream 2: Maas begrüßt Berichte über US-Verzicht auf Sanktionen
Die USA sind gegen das russisch-europäische Projekt, unter anderem weil sie Vorzugsbedingungen für ihr Flüssiggas in Europa schaffen wollen. Mit Sanktionen versucht Washington, die Fertigstellung von Nord Stream 2 zu verhindern. Moskau geht jedoch davon aus, den Bau der Pipeline bis Ende kommenden Sommers abschließen zu können.
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