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Anwalt von terrorverdächtigem Bundeswehroffizier: Er wollte Missstände aufdecken

Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.05.2021
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Der Bundeswehroffizier Franco A. soll sich als Flüchtling getarnt und Anschläge auf Politiker geplant haben. Kurz vor Prozessbeginn in Frankfurt spricht sein Anwalt Moritz Schmitt-Fricke von einer Hetzkampagne gegen den 32-Jährigen. Sein Mandant habe Missstände aufdecken wollen.
Franco A. muss sich von Donnerstag an vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt verantworten. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass A. nach einem begangenen Anschlag versuchen wollte, den Verdacht auf muslimische Geflüchtete zu lenken.
Dass sich sein Mandant als syrischer Flüchtling ausgegeben haben soll, führt sein Anwalt darauf zurück, dass dieser „Missstände“ habe aufklären wollen.
„Ich vermag nichts Staatsgefährdendes darin zu erkennen, wenn ein besorgter junger Mann sich als Flüchtling verkleidet, wenn er vermutet, dass er vom Staat belogen wird“, sagte Anwalt Moritz Schmitt-Fricke am Mittwoch in seiner Kanzlei in Mainz laut der Deutschen Presse-Agentur.
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„Mein Kampf“ entdeckt

„Zu meinem großen Bedauern muss ich diesem Verfahren schon jetzt die Rechtsstaatlichkeit absprechen“, so der Verteidiger weiter. Seit der Aufhebung des Haftbefehls im November 2017 befindet sich sein Mandant auf freiem Fuß.
Zu den Rechtsextremismus-Vorwürfen gegen Franco A. wollte sich der Anwalt aus prozesstaktischen Gründen nicht äußern, auch nicht zu der bei ihm gefundenen Munition und einschlägiger Literatur.
A. selbst wollte sich am Mittwoch vor einem Gespräch mit seinem Anwalt nicht zu dem bevorstehenden Prozess äußern. Auf die Frage nach einer bei der Durchsuchung gefundenen Ausgabe von Adolf Hitlers „Mein Kampf“ sagte er: „Es ist nicht so, dass ich das auf einen Altar in meiner Wohnung gestellt habe.“ Das Buch habe in einer Kiste im Keller gelegen.
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