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Brisante Enthüllungen: Mafiapate belastet türkische Regierung – Innenminister reagiert mit Anzeige

© AP Photo / Burhan OzbiliciDer türkische Innenminister Süleyman Soylu (Archivfoto)
Der türkische Innenminister Süleyman Soylu (Archivfoto) - SNA, 1920, 18.05.2021
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Im Konflikt mit einem flüchtigen Mafiapaten schaltet der türkische Innenminister Süleyman Soylu die Justiz ein. Der international gesuchte Mafiaboss Sedat Peker hatte in Videos Soylu und anderen Regierungspolitikern Kontakte zum organisierten Verbrechen unterstellt. Nun zeigt der Innenminister den Mafiaboss an.
In seinen Clips, die in den vergangenen Wochen immer wieder veröffentlicht wurden, hatte der Mafioso unter anderem behauptet, er habe auf Befehl des Innenministers Soylu türkischen Polizeischutz erhalten und dem Innenminister häufig geholfen, wie der „Tagesspiegel“ berichtet.
Nachdem Soylu voriges Jahr wegen einer schlecht organisierten Corona-Ausgangssperre zurückgetreten war, habe er eine Solidaritätsbewegung organisiert und dem Minister so das politische Überleben gesichert, so der 49-Jährige Mafioso. Außerdem habe der „saubere Süleyman“, wie Peker den Innenminister in seinen Videos nennt, seine Anhänger zu Richtern und Staatsanwälten befördern lassen.
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In weiteren Clips wirft Peker der Justiz vor, angebliche Drogenlieferungen aus Südamerika in die Türkei zu ignorieren, und behauptet, dass der türkische Staat rechtsgerichtete Mafiosi als Handlanger eingesetzt habe, um vermeintliche Staatsfeinde zu töten.

„Vorwürfe erfunden“

Nun hat der Anwalt von Innenminister Süleyman Soylu Strafanzeige gegen den „Chef einer kriminellen Organisation“ Sedat Peker wegen Beleidigung und Diffaminierung eingereicht, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag berichtete. Laut DPA weist der Anwalt in der Strafanzeige die Vorwürfe gegen Soylu als „erfunden“ zurück.
Peker selbst ist unter anderem wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vorbestraft und stand mehrmals wegen Mord, Mordversuch, Entführung und anderen Vorwürfen vor Gericht.
Eine Zeit lang trat der nationalistische Mafiaboss als besonders rabiater Anhänger der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan auf, bevor er im Januar 2020 ins Ausland floh. Gegen Peker wird in der Türkei ermittelt. Er wird außerdem von Interpol gesucht.
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