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Designs für das Militär? Schweizer Studenten kritisieren Zusammenarbeit mit chinesischer Universität

© CC0 / PublicDomainPictures / PixabayChinesische Flagge (Symbolbild)
Chinesische Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.05.2021
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Vor fünf Jahren hat die Züricher Hochschule der Künste einen Vertrag mit dem Harbin „Institut of Technology“ abgeschlossen – das Ziel ist es, zusammen mit anderen großen Kunsthochschulen aus Stuttgart und Barcelona beim Aufbau einer Designhochschule in Shenzhen mitzuwirken. Studierende Hochschule wehren sich jedoch gegen diese Kooperation.
Die Studierendenorganisation „Verso“ der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) sammelte in den vergangenen Wochen Unterschriften für eine Petition. In dieser thematisieren die Studierenden, dass sie sich gegen eine Kooperation mit der Designhochschule in der chinesischen Stadt Shenzhen wehren wollen. Die Forderung der Organisation soll ein kompletter Abbruch der Zusammenarbeit mit dem Harbin „Institut of Technology“ (HIT) und der Shenzhen „International School of Design“ (SISD) sein, schreibt das „Schweizer Radio und Fernsehen“ (SRF).
Dabei werden die Rufe erst jetzt laut. Bereits vor fünf Jahren hat die ZHdK den Vertrag mit dem Institut abgeschlossen. Auch Kunsthochschulen aus Stuttgart und Barcelona haben sich beteiligt, um an dem Aufbau einer neuen Designhochschule in China mitzuwirken. Doch Kritik gegen diese Zusammenarbeit ist laut Angaben des SRF erst seit diesem Jahr zu vernehmen.
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Verlust von Freiheiten?
Die größte Angst der Studierenden um eine solche Kooperation betrifft vor allem die Freiheit der Kunst. Außerdem mache sich die Studierendenorganisation Angst um Dozierende, die vor Ort unterrichten werden. Der Co-Präsident der „Verso“, David Bircher, hinterfragt die Verbindung des SISD zum chinesischen Militär. „Wenn an einer Designhochschule neue Überwachungskameras entwickelt werden, für was werden die dann gebraucht?“, sagte er zum SRF.
Die „Verso“ erhielt jedoch laut eigenen Angaben viel Kontra von der Studierendenschaft zu hören, die sich gegen ihre Petition wandten. Im April 2021 veröffentlichten sie die Resultate zu ihrem Positionspapier bezüglich der SISD. So wird daraus auch klar, dass die Petition von einigen Studenten als Angriff wahrgenommen wurde. Auf ihrer Seite schreibt die Studierendenorganisation:
„Besonders der Austausch mit den chinesischen Studierenden, die sich an uns gewandt (...), empfinden wir als sehr fruchtbar, da er eine kulturelle Herausforderung für beide Seiten zu sein scheint. An diesem Punkt haben wir noch viel zu lernen und möchten uns als Organisation auch dazu bereit erklären.“
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