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Mordanklage gegen mutmaßlichen Kannibalen in Berlin erhoben

CC BY 2.0 / Flickr/calvinbasti / Polizeieinsatz (Symbolbild)
Polizeieinsatz (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.05.2021
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In einem Fall von mutmaßlichem Kannibalismus ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin gegen den 41-jährigen Tatverdächtigen Anklage wegen Mordes erhoben worden.
Der Angeklagte soll im September 2020 einen 43-jährigen Mann über ein Dating-Portal kennengelernt und am selben Tag in seiner Wohnung in Berlin-Pankow „zur Befriedigung des Geschlechtstriebs“ getötet haben, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Die Tat sei auf „bislang nicht bekannte Weise“ geschehen, hieß es weiter.
Die Leiche des Opfers soll der Deutsche anschließend noch in seiner Wohnung zerstückelt und die Leichenteile an verschiedenen Orten in Berlin abgelegt haben. Die Anklage gehe von einer sadistisch-kannibalistisch geprägten sexuellen Tatmotivation aus. Es hätten sich keine Hinweise dafür ergeben, dass das Opfer in seine Tötung „eingewilligt“ habe.
Das Verbrechen kam ans Licht, nachdem Knochenteile an einem Waldstück in Berlin-Buch gefunden worden waren. Das Opfer hatte seine Wohngemeinschaft am 5. September kurz vor Mitternacht verlassen und war zunächst spurlos verschwunden. Ermittlungen, bei denen Personen- und Leichenspürhunde eingesetzt wurden, führten später zu dem 41-Jährigen. Er ist seit November in Untersuchungshaft. Bei der Fahndung wurde auch der Chatverlauf ausgewertet sowie der Taxifahrer ermittelt, der das Opfer zur Wohnung des Verdächtigen gefahren hatte.
Polizeipatrouille im Freien (Symbolbild) - SNA, 1920, 18.05.2021
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