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Keine Entfremdung in stürmischen Zeiten zulassen: Maas für verstärkten Dialog mit Russland

© SNA / MID RF / Zur BilddatenbankBundesaußenminister Heiko Maas und Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen in Moskau (Archivbild)
Bundesaußenminister Heiko Maas und Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen in Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 18.05.2021
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Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich bei der jährlichen deutsch-russischen Konferenz „Potsdamer Begegnungen“ für einen verstärkten Dialog mit Russland ausgesprochen. Um tiefgreifende Differenzen zwischen den beiden Ländern zu überwinden, ist es Maas zufolge vor allem wichtig, miteinander kommunizieren zu können.
„Die Zeiten sind ernst im deutsch-russischen Verhältnis, so ernst wie wohl in den letzten 30 Jahren nicht“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in seiner Videobotschaft bei den „Potsdamer Begegnungen“. Es gebe viele Probleme, doch keines davon werde durch Schweigen gelöst, betonte der Bundesaußenminister.
„Lösungen entstehen nur, indem wir miteinander reden – und bei allem Trennenden auch das Verbindende immer im Blick behalten“, betonte Maas.
Ohne Austausch drohe Entfremdung und die Verfestigung von Vorurteilen und Zerrbildern.
„Wer Deutschland oder den Westen pauschal zu Feinden Russlands macht, der verbaut uns die Chance auf eine gemeinsame Zukunft.“
Heiko Maas - SNA
Heiko Maas
Bundesaußenminister
Maas betonte, die Liste gemeinsamer Herausforderungen sei lang – von der energiepolitischen Transformation hin zu Erneuerbaren, von Umwelt- und Klimaschutz und Digitalisierung bis hin zur gemeinsamen Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen. Deutschland sei bereit zur Zusammenarbeit und das Fundament dafür lege man durch Kommunikation.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die deutsch-russischen Beziehungen in seiner Videobotschaft als schwierig und beklagte sich darüber, dass der Westen „grundlose und immer öfter absurde Anschuldigungen“ gegen Moskau richte.
„Dadurch sinkt das Vertrauen – und die gefährliche Erosion des Fundaments unserer Beziehungen geht weiter“, sagte Lawrow.
Russland sei aber nicht an einer Konfrontation interessiert, beteuerte Lawrow. Russlands Außenminister warb für eine „positive Tagesordnung“ vor allem für die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Bereich. Gute Perspektiven der Zusammenarbeit gebe es auch in solchen Bereichen wie Energie, Technologietransfer und Digitalisierung sowie der Lokalisierung der deutschen Produktion in Russland, sagte Lawrow.
„Moskau betrachtet Berlin nach wie vor als wichtigen internationalen Akteur und bleibt offen für einen Dialog – allerdings für einen ehrlichen und gegenseitig respektvollen“, betonte Russlands Außenminister.
Die deutsch-russischen Beziehungen stecken seit vielen Monaten in einer tiefen Krise. Zu den massiven Spannungen haben zuletzt die Zuspitzung des Ukraine-Konflikts, die Vergiftung und spätere Verhaftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, der Mord an einem georgischen Tschetschenen in Berlin und ein Hackerangriff auf den Bundestag geführt.
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