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Frankreich erlässt dem Sudan Schulden in Milliardenhöhe – auch Deutschland sagt Hilfe zu

© REUTERS / Guillaume HorcajueloFrankreichs Präsident Emmanuel Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - SNA, 1920, 18.05.2021
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach einer internationalen Geberkonferenz in Paris dem Sudan zugesagt, die gesamten bilateralen Schulden von fünf Milliarden US-Dollar (zirka 4,1 Milliarden Euro) zu streichen. Das teilte der TV-Sender „France 24“ am Dienstag mit. Auch Deutschland habe Unterstützung zugesagt.
Demnach will Frankreich mit diesem Schritt dem afrikanischen Staat helfen, den demokratischen Übergang fortzusetzen und die wirtschaftliche Krise zu überwinden.
„Wir sind für eine Annullierung von fast fünf Milliarden Dollar“, so Macron.
Frankreich habe beim Sudan den höchsten Schuldenanteil im sogenannten Pariser Club. Der Weltwährungsfonds IWF solle das internationale Verfahren für die Schuldenverminderung voraussichtlich Ende Juni offiziell in Gang setzen.
Nun seien auch andere Geber gefragt. „Diese Anstrengung muss kollektiv sein“, forderte Macron.
Zudem wolle Frankreich dem Sudan einen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro) gewähren, um Rückstände beim IWF zu zahlen, sagte Macron.

Deutschland sagte ebenfalls Unterstützung zu

Auch Berlin wolle 90 Millionen Euro Zahlungsverpflichtungen des Sudans gegenüber dem IWF übernehmen und zudem auf bilateraler Ebene Verpflichtungen von 390 Millionen Euro erlassen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Rande der Konferenz.
Maas erinnerte an das Berliner Sudan-Treffen im vergangenen Jahr - damals sei das Land zum ersten Mal nach jahrzehntelanger Isolation wieder in den Kreis der internationalen Gemeinschaft zurückgekehrt.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (l.) und seine Frau Brigitte empfangen Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo vor Afrika-Gipfel in Paris - SNA, 1920, 18.05.2021
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Es seien in Berlin Hilfen von rund 1,8 Milliarden US-Dollar zugesagt - dieses Geld komme den Menschen unmittelbar zu Gute, sagte Maas. Es gehe darum, „dass die Demokratie in dem Land eine Chance hat“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur den Außenminister.

Geberkonferenz in Paris

Am Dienstag beraten etwa 30 Staats- und Regierungschefs sowie Spitzenvertreter aus internationalen Organisationen in Paris um ein großes Unterstützungspaket, mit dem afrikanische Länder die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie überwinden können.
Für Afrika seien die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besonders schwerwiegend, hieß es aus Elyseekreisen. Die Länder hingen dort besonders vom Außenhandel ab.

Lage im Sudan

Der Sudan wurde 30 Jahre lang von Präsident Omar al-Bashir mit harter Hand regiert, bis der Machthaber 2019 von der Armee gestürzt wurde. Daraufhin gründeten Zivilisten und Militärs eine gemeinsame Übergangsregierung, was weltweit begrüßt wurde. Allerdings steckt das Land noch immer in einer tiefen Wirtschaftskrise, die durch die Corona-Pandemie verschlimmert wurde.
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