Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Sprachlosigkeit überwinden: Lambsdorff fordert von EU aktive Nahostpolitik

© AFP 2021 / JOHN MACDOUGALLFDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff tritt im Bundestag auf (Archivbild)
FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff tritt im Bundestag auf (Archivbild) - SNA, 1920, 18.05.2021
Abonnieren
Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff hat die EU aufgefordert, nach Jahren der Sprach- und Ideenlosigkeit in eine aktive Nahostpolitik einzusteigen. Dies meldet die Deutsche Presse Agentur am Dienstag.
Außenminister Heiko Maas (SPD) müsse sich beim Krisengipfel zur Lage in Nahost dafür einsetzen, dass der EU-Sondergesandte Sven Koopmans ein umfassendes Mandat zur diplomatischen Unterstützung der USA erhalte, sagte Lambsdorff der DPA in Berlin. Vor allem müsse eine Ausweitung der Gewalt verhindert werden.
„Der Raketenterror der Hamas und des islamischen Dschihad muss umgehend beendet werden. Jedes weitere zivile Todesopfer ist eines zu viel“, so Lambsdorff.
„Auf die Symptombekämpfung muss dann aber auch eine Ursachenbekämpfung folgen“, äußerte er. Deswegen sollten die europäischen Außenminister bei ihrer Videokonferenz am Dienstag auch einen Nahostgipfel unter Einbeziehung des Nahostquartetts (bestehend aus den USA, Russland, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen – Anm. d. Red.) und der regionalen Akteure wie Jordanien und Ägypten vereinbaren. Der ideale Zeitpunkt für dieses Treffen sei die Europa-Reise von US-Präsident Joe Biden im Juni.
Zudem müsse Maas das Gespräch mit seinem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian intensivieren, um die unterschiedlichen Positionen der EU-Mitgliedsstaaten im Nahen Osten endlich zusammenzuführen:
„Nur wenn Europa mit einer Stimme spricht, wird diese künftig auch gehört“, so Lambsdorff weiter.
Die Außenminister der EU-Staaten wollen von 14.00 Uhr an in einer Videokonferenz über die Eskalation des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern beraten. Kern der Gespräche soll die Frage sein, wie die EU zu einer Deeskalation und zu einem Ende der Gewalt beitragen könnte. Zudem wird erwartet, dass es einen Bericht über die aktuelle Lage und die bisherigen Vermittlungsbemühungen gibt.

Den neunten Tag in Folge: Israel und Palästinenser liefern sich gegenseitig Angriffe

Das israelische Militär und radikale Palästinenser haben Inzwischen ihre Angriffe auch am Dienstag fortgesetzt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters attackierte die israelische Luftwaffe am frühen Morgen erneut den Gazastreifen. In zwei Gebäuden in Gaza-Stadt schlugen Raketen ein und dichter Rauch stieg auf. Auch militante Palästinenser feuerten wieder Raketen aus dem Küstengebiet ab, die in Städten im Süden Israels Luftalarm auslösten. Tausende Menschen suchten dort in Luftschutzkellern Zuflucht. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Die gegenseitigen Angriffe dauern damit trotz internationaler Forderungen nach einer Waffenruhe nun den neunten Tag in Folge an. In der Nacht schien es aber auf beiden Seiten ruhiger gewesen zu sein, als in den vorangegangenen Nächten.
Soldaten der israelischen Armee an der Grenze zum Gazastreifen - SNA, 1920, 18.05.2021
Nach Raketenbeschuss aus Libanon – Israels Armee feuert mit Artillerie
Die israelische Armee hatte am Montagabend erklärt, dass von der im Gazastreifen herrschenden Hamas und anderen radikalen Palästinensergruppen seit Ausbruch der Kämpfe rund 3350 Raketen auf Israel abgefeuert worden seien – allein 200 Raketen am Montag. Das Militär habe mit Luftangriffen und Artilleriefeuer mindestens 130 Extremisten getötet. Die Behörden im Gazastreifen sprechen von 212 getöteten Palästinensern, darunter seien 61 Kinder und 36 Frauen. In Israel sind den Behörden zufolge zehn Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала