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Nach Bluttat in Schule: Russland kündigt strengere Kontrollen für Waffenbesitzer an

© SNA / Maxim BogodwidBlumen und ein Trauerschild in der Nähe des Gymnasiums N. 175 in Kasan, wo Unbekannter das Feuer eröffnete.
Blumen und ein Trauerschild  in der Nähe des Gymnasiums N. 175 in Kasan, wo Unbekannter das Feuer eröffnete.  - SNA, 1920, 17.05.2021
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Nach dem Angriff auf eine Schule in der russischen Stadt Kasan mit neun Toten sollen Waffenbesitzer in dem Land laut dem Vorsitzenden des Ausschusses für Informationspolitik in der Staatsduma, Alexander Chinschtejn, stärker kontrolliert werden.
Geplant sei eine elektronische Datenbank, in der ärztliche Untersuchungen vermerkt würden, teilte Chinschtejn am Montag in seinem Telegram-Kanal mit. Überprüft würden etwa die psychologische Eignung und ein möglicher Drogenkonsum. Erst wenn die Ärzte keine Einwände hätten, könne ein Waffenschein ausgestellt werden. Damit soll es schwerer werden, ärztliche Tests zu fälschen. Bisher wurden solche Einschätzungen in Papierform ausgestellt.
Ein entsprechendes Gesetz solle nun dem Parlament vorgelegt werden, schrieb Chinschtejn. Unklar war zunächst, ob das nur für künftige Waffenscheine gilt oder auch für bereits ausgestellte.
Nach Vorstellung von Chinschtejn sollen künftig verschiedene Behörden Zugriff auf das neue elektronische Register haben. Bei Vergehen wie einer Autofahrt unter Drogeneinfluss könnten Waffenscheine dann einfacher eingezogen werden.
Nach Angaben von Ministerpräsident Michail Mischustin sollen nun auch die Sicherheitsvorkehrungen an den Schulen überprüft und gegebenenfalls verstärkt werden. Das gelte auch für Ferienlager.

Tragödie in Kasan

In der 175. Schule in Kasan war es am 11. Mai 2021 zu einer Schießerei gekommen. Der Bürgermeister der Stadt, Ilsur Metschin, stufte die Schießerei als Terroranschlag ein, der gegen Kinder gerichtet gewesen sei. Nach Angaben des Präsidenten der Teilrepublik, Rustam Minnichanow, fielen sieben Kinder, eine Lehrerin und eine weitere Frau dem Angriff zum Opfer. Weitere 20 Menschen erlitten Verletzungen.
Ein 19 Jahre alter Tatverdächtiger wurde festgenommen. Laut Minnichanow hatte der junge Mann seine Waffe offiziell registriert. Zu dem Fall wird ermittelt, ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Beim ersten Verhör erklärte der Verdächtige laut dem veröffentlichten Video, dass er sich seit etwa zwei Monaten als Gott gesehen und schon immer „alle gehasst“ habe. Der 19-Jährige hatte Berichten zufolge die Tat vorher bei Telegram angekündigt. Die Behörden wollen nun auch ein psychologisches Gutachten erstellen und seine Schuldfähigkeit überprüfen.
Schießerei in der Schule in Kasan - SNA, 1920, 11.05.2021
Massaker in Kasan: Täter soll auch Sprengsatz gezündet haben
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