Neue Fregatte im Dienst: „Sachsen-Anhalt“ befähigt Marine zu internationalen Aufgaben

© REUTERS / SINA SCHULDTFregatte „Sachsen-Anhalt“
Fregatte „Sachsen-Anhalt“ - SNA, 1920, 17.05.2021
Die Bundeswehr hat heute auf dem Marine-Stützpunkt Wilhelmshaven die neue Fregatte „Sachsen-Anhalt“ in Dienst gestellt. Sie ist das dritte von vier Schiffen der F125-Klasse – mit einem Einsatzspektrum von Piraten- und U-Boot-Jagd bis Aufklärung und Feuerunterstützung.
Flottillenadmiral Ralf Kuchler, Kommandeur der Einsatzflottille 2, hält die Einführung der „Sachsen-Anhalt“ für zwingend notwendig. Ohne diese Art von Kampfschiffen könne die deutsche Marine ihre internationalen Verpflichtungen nicht erfüllen: „Ich freue mich sehr über die Indienststellung der dritten von vier Einheiten. Wir brauchen die Einheit dringend“, sagte Kuchler laut dem Portal „Lokal 26“. Es gehe darum, „Bestandseinheiten von Verpflichtungen zu entlasten“, und auch um bessere Ausbildungsmöglichkeiten für die Besatzung, weil Ausbildungsinfrastruktur an Land fehle.
Das 150 Meter lange Kampfschiff ist ein Allrounder auf See: Taktische Feuerunterstützung von Heereskräften an Land zählt ebenso zu seinem Einsatzspektrum wie die Abwehr asymmetrischer Bedrohungen, etwa der Kampf gegen die Piraterie am Horn von Afrika. Vor allem aber bietet die „Sachsen-Anhalt“ laut dem Presse- und Informationszentrum der Marine verstärkte Fähigkeiten für den Einsatz von Spezialkräften: Schnellboote, Bordhubschrauber, erweiterte Aufklärungs-, Kommunikations- und Waffensysteme.

Neues Besatzungskonzept

Bei der Vielseitigkeit kommen die Schiffe der F125-Klasse mit einer Besatzungsstärke von nur 120 Soldaten aus. Ältere Fregatten der Deutschen Marine benötigen eine fast doppelt so große Mannschaft.
Außerdem können die neuen Kampfschiffe bis zu zwei Jahre im Einsatzgebiet verbringen ohne für größere Wartungsarbeiten nach Deutschland zurückkehren zu müssen. Ermöglicht wird dies durch einen hohen Grad an Automatisierung und ein Mehrbesatzungskonzept: Die Bundeswehr lässt Besatzungen einfliegen, die sich im Einsatzgebiet ablösen können.
Derzeit wird an Bord der „Sachsen-Anhalt“ ausschließlich ausgebildet. In einem internationalen Einsatz war bisher keine der neuen Fregatten.
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