Diese fünf Lebewesen verpennten die Evolution

CC BY-SA 3.0 / Shubham Chatterjee / Wikimedia CommonsPfeilschwanzkrebs (als Beifang im Golf von Bengalen gefischt)
Pfeilschwanzkrebs (als Beifang im Golf von Bengalen gefischt) - SNA, 1920, 17.05.2021
Zu den uralten Bewohnern unseres Planeten zählen nicht nur Dinosaurier, die längst ausgestorben sind und nun in Freizeitparks als Spielzeuge zu sehen sind. Es gibt auch einige, an denen die Evolution scheinbar vorbeigegangen ist und die nach wie vor auf der Erde anzutreffen sind. Na, neugierig geworden? SNA hat einige davon für Sie gesammelt.
Diese Vertreter der Natur scheinen die Evolution verschlafen zu haben. Sie werden auch als lebende Fossilien bezeichnet. Der Name geht auf den Vater der modernen Evolutionstheorie, Charles Darwin, zurück und bezieht sich auf Arten, die sich mehr oder weniger unverändert über geologisch lange Zeiträume erhalten haben.

1. Brückenechse

Dieses Reptil gehört zu einer Gruppe (Sphenodontia), deren Blütezeit mehr als 150 Millionen Jahre zurückliegt. Bei den Brückenechsen ist das so genannte „dritte Auge“ sehr gut entwickelt, das Scheitelauge, das als Lichtsinnesorgan zur Wahrnehmung von Helligkeitsunterschieden dient.
CC0 / Knutschie / Wikipedia / Brückenechse
Brückenechse - SNA, 1920, 17.05.2021
Brückenechse

2. Latimeria

Der Fisch Latimeria ist die einzige rezente Gattung der Quastenflosser. Er konnte bereits vor rund 300 bis 400 Millionen Jahren auf unserem Planeten angetroffen werden. Aus deren mächtigen Flossen entwickelten sich im Laufe der Evolution die Glieder der Landtiere.
CC BY-SA 3.0 / Alberto Fernandez Fernandez / Wikimedia CommonsKomoren-Quastenflosser (Latimeria chalumnae). Präparat eines 170 cm langen und 60 kg schweren Weibchens, ausgestellt im Wiener Naturhistorischen Museum
Komoren-Quastenflosser (Latimeria chalumnae). Präparat eines 170 cm langen und 60 kg schweren Weibchens, ausgestellt im Wiener Naturhistorischen Museum - SNA, 1920, 17.05.2021
Komoren-Quastenflosser (Latimeria chalumnae). Präparat eines 170 cm langen und 60 kg schweren Weibchens, ausgestellt im Wiener Naturhistorischen Museum

3. Ginkgo

Die Geschichte des Ginkgo-Baums zählt Hunderte Millionen Jahre. Ihre Blütezeit erlebte die Familie der Ginkgos vom Trias bis zur Kreidezeit (vor ca. 220 - 135 Millionen Jahren). Also in einer Zeit, als die Dinosaurier und die ersten Vögel die Erde besiedelten, erläutert das Ginkgomuseum in Weimar. Dieser Baum kann 1000 Jahre und älter werden.
Die Stiftung „Das Kuratorium Baum des Jahres“ bestimmte zur Jahrtausendwende den Ginkgo zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden sowie zum Baum des Jahrtausends.
CC0 / Pixabay / ulleo / Ginkgoblatt
Ginkgoblatt - SNA, 1920, 17.05.2021
Ginkgoblatt

4. Notostraca

Dieser Blattfuß-Krebs ist auch als Rückenschaler oder Urzeitkrebs bekannt. Sein letzter Körperabschnitt hat eine gegabelte Form, die so genannte Furca. Laut Wissenschaftlern ist die Morphologie dieser Gruppe seit etwa 360 Millionen Jahren nahezu unverändert.
CC BY-SA 4.0 / Lotte76 / Wikimedia Commons (cropped)Ein Kiemenfußkrebs der Gattung Triops (Triops sp.) im Naturschutzgebiet „Lange Dreisch–Osterberg“ in Niedersachsen (cropped)
Ein Kiemenfußkrebs der Gattung Triops (Triops sp.) im Naturschutzgebiet „Lange Dreisch–Osterberg“ in Niedersachsen (cropped) - SNA, 1920, 17.05.2021
Ein Kiemenfußkrebs der Gattung Triops (Triops sp.) im Naturschutzgebiet „Lange Dreisch–Osterberg“ in Niedersachsen (cropped)

5. Pfeilschwanzkrebs

Es ist heute die einzige rezente Familie innerhalb der Ordnung der Schwertschwänze. Sie sind mit den Spinnentieren verwandt. Sämtliche heutige Pfeilschwanzkrebs-Arten gehören zur Familie der Limulidae, die erstmals in der Mittleren Trias-Zeit, vor rund 240 Millionen Jahren, auftrat, erklärt die Forschungsinstitution „Die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns“. Im Februar 2021 hat die Institution mitgeteilt, ein Paläontologen-Team mit Beteiligung des Jura-Museums Eichstätt sei in Franken auf einen neuen Pfeilschwanzkrebs gestoßen Das Tier gehört zu einer Familie von Pfeilschwanzkrebsen, die eigentlich seit Ende der Triaszeit als ausgestorben galt.
CC BY-SA 3.0 / Shubham Chatterjee / Wikimedia CommonsPfeilschwanzkrebs (als Beifang im Golf von Bengalen gefischt)
Pfeilschwanzkrebs (als Beifang im Golf von Bengalen gefischt) - SNA, 1920, 17.05.2021
Pfeilschwanzkrebs (als Beifang im Golf von Bengalen gefischt)
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