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Gazastreifen unter Beschuss: Rund 42.000 Palästinenser suchen Schutz in UN-Schulen

© AFP 2021 / MAHMUD HAMSBrand in einer Matratzenfabrik im Gazastreifen
Brand in einer Matratzenfabrik im Gazastreifen - SNA, 1920, 17.05.2021
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Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) hat eigenen Angaben zufolge Unterkunftsanfragen von 42.000 Palästinensern erhalten, die auf der Suche nach Asyl aus den Grenzgebieten des Gazastreifens geflohen waren.
Sie suchten Schutz in UNRWA-Schulen im Gazastreifen, wie ein Sprecher der Organisation am Montag mitteilte. Mehr als 2500 Menschen sind nach der Zerstörung ihrer Häuser obdachlos geworden.
Die Zerstörungen im Gazastreifen seien beispiellos. Die UNRWA habe einen Plan entwickelt, um 50 Schutzräume im Gazastreifen zu eröffnen, falls die Eskalation anhält, wie ein Sprecher der Organisation in der palästinensischen Enklave sagte.
Früheren Berichten zufolge hat die UNRWA ihre Schulen für Gastfamilien geöffnet, die jedoch bereits voll sind. Eine palästinensische öffentliche Aktivistin, Manar Zaanin, sagte, dass die Bewohner der an Israel angrenzenden Siedlungen im Gazastreifen ihre Häuser massenhaft verlassen und tief in die Enklave vordringen würden, weil sie Angst vor dem Beginn einer Bodenoperation der israelischen Armee hätten.
Israels Luftangriffe auf Gazastreifen  - SNA, 1920, 14.05.2021
Israel dementiert Bodeneinsatz im Gazastreifen, doch Einmarsch möglich – Armeesprecher

Eskalation im Gazastreifen

Die Lage an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen war am 10. Mai eskaliert. Seitdem wird israelisches Gebiet täglich mit hunderten Raketen beschossen. Nach dem Stand vom 16. Mai haben militante Palästinenser im Gazastreifen bislang 2900 Raketen auf Israel abgefeuert, 1150 wurden vom Abfangsystems Eisenkuppel („Iron Dome“) abgefangen. Jüngsten Erkenntnissen zufolge sind in Israel zehn Menschen wegen der Bombardements ums Leben gekommen, 50 Personen wurden verletzt.
Die israelische Armee antwortet mit Attacken auf Ziele der Hamas im Gazastreifen. Bei Raketen- und Bombenangriffen wurden einige ranghohe Feldkommandeure der Hamas und des Islamischen Dschihad getötet. Die Zahl der Todesopfer wegen der israelischen Luftangriffe im Gazastreifen ist inzwischen auf 192 gestiegen, darunter 58 Kinder.
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