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Moskau nimmt Tschechien in Liste „unfreundlicher Staaten“ auf: Zeman spricht von „Dummheit“

© SNA / Alexej WitwizkijDer tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild)
Der tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild) - SNA, 1920, 16.05.2021
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Der tschechische Präsident Miloš Zeman hat sich am Sonntag gegenüber dem Rundfunksender „Frekvence 1“ dazu geäußert, dass Russland die Tschechische Republik in die Liste der „unfreundlichen Länder“ aufgenommen hat.
„Es ist immer schlecht, der Feind zu sein. Und von russischer Seite ist das eine Dummheit, weil es ein Fehler ist, aus Ex-Freunden Feinde zu machen“, sagte Zeman.
Wenn es keine Freundschaft geben könne, sollte es zumindest korrekte Beziehungen geben, fügte er hinzu.
Tschechien hatte russischen Geheimdiensten Mitte April vorgeworfen, hinter der Explosion im Munitionslager im tschechischen Vrbětice im Jahr 2014 zu stecken. In diesem Zusammenhang verwies Tschechien 18 russische Diplomaten des Landes. Moskau wies den Vorwurf als haltlos zurück und erklärte als Reaktion 20 Mitarbeiter der tschechischen Botschaft für unerwünscht. Der Kreml stellte fest, dass die unbegründeten Anschuldigungen der Tschechischen Republik gegen die Russische Föderation den Beziehungen zwischen den beiden Ländern extremen Schaden zugefügt hätten, und wies auch darauf hin, dass diese Vorwürfe Teil einer groß angelegten Kampagne des Westens gegen Moskau seien.
Das Gebäude der russischen Regierung in Russland (im Vordergrund) - SNA, 1920, 14.05.2021
Tschechien und USA: Russland genehmigt Liste unfreundlicher Staaten
Die russische Regierung hat am Freitag eine Liste von Staaten veröffentlicht, die unfreundliche Handlungen gegen Russland begehen. Darauf sind zwei Länder – die USA und die Tschechische Republik – verzeichnet. Ende April sprach der russische Außenminister Sergej Lawrow über die Vorbereitungen einer solchen Liste. Sie werde nach einer tiefgehenden Analyse der Situation beschlossen. Doch das sei kein „totes Papier“, so Lawrow, die Liste könnte je nach Entwicklung der Beziehungen mit den jeweiligen Ländern in der Zukunft revidiert werden.
Der EU-Chefdiplomat Josep Borrell hat am Sonntag auf Twitter Russland aufgefordert, seine Entscheidung zu überdenken, „um eine weitere Verschlechterung unserer bereits unter Druck stehenden Beziehungen zu vermeiden“. Die von Moskau erhobenen Vorwürfe „unfreundlicher Handlungen“ bezeichnete er als unbegründet und äußerte seine volle Solidarität mit Tschechien und den USA.
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