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Israels Luftwaffe bombardiert Haus von Hamas-Chef im Gazastreifen

© AFP 2021 / Mahmud HamsYehya Al-Sinwar
Yehya Al-Sinwar - SNA, 1920, 16.05.2021
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Die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern hört nicht auf: Medienberichten zufolge haben die israelischen Luftstreitkräfte (IDF) das Haus eines weiteren hochrangigen Hamas-Mitglieds angegriffen.
In der Nacht zu Sonntag bombardierten israelische Kampfflugzeuge nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters unter anderem das Haus von Yehya Al-Sinwar in der südlichen Gaza-Stadt Chan Yunis. Al-Sinwar wurde 2017 zum Chef des Hamas-Politbüros gewählt und wurde damit de-facto Regierungschef des Gazastreifens. Die IDF stellten das Video des Angriffs der Zeitung „The Jerusalem Post“ zur Verfügung:
Laut einer IDF-Pressemitteilung diente das Haus von Yehya Al-Sinwar und seinem Bruder Muhammed, der bei der Hamas für Logistik und Arbeitskräfte verantwortlich ist, als „bedeutende Terror-Infrastruktur“. Am späten Samstagabend hatte die israelische Luftwaffe bereits die Häuser von Raed Saad, dem Hamas-Chef für Spezialeinsätze, sowie zweier Hamas-Kommandeure beschossen.
Raketenangriff (Archivbild) - SNA, 1920, 15.05.2021
Israel gibt Raketenbeschuss aus Gazastreifen und Gegenangriffe auf Hamas bekannt

Schlimmster Ausbruch der Gewalt zwischen Israel und Palästina seit Jahren

Mindestens 153 Menschen sind nach Medienangaben im Gazastreifen seit Montag ums Leben gekommen. Israel meldete bislang zehn Tote. Ein Waffenstillstand wurde ausgeschlossen, als die israelische Armee ein zwölfstöckiges Gebäude in der Gaza-Stadt zerstört hatte, in dem unter anderem auch die Nachrichtenagenturen Associated Press und Al Jazeera untergebracht waren.
Eine Sitzung des israelischen Sicherheitskabinetts zu den Angriffen soll Medienberichten zufolge am Sonntag stattfinden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündete in einer Fernsehansprache am späten Samstag, Israel sei immer noch mitten in dieser Operation, und diese werde „so lange wie nötig weitergehen“.
Die Hamas hatte ihren Raketenangriff am Montag nach wochenlangen Spannungen wegen eines Gerichtsverfahrens zur Vertreibung mehrerer palästinensischer Familien in Ost-Jerusalem begonnen. Als Anlass dienten die Zusammenstöße der israelischen Polizei mit Palästinensern in der Nähe der Al-Aqsa-Moschee.
Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats wollen am Sonntag zusammenkommen, um den schlimmsten Ausbruch israelisch-palästinensischer Gewalt seit Jahren zu besprechen. Die US-Diplomatie konnte bislang keine Erfolge bei der Konfliktvermittlung aufweisen. Der Gesandte von Präsident Joe Biden, Hady Amr, kam am Freitag zu Gesprächen in Israel an. Präsident Biden selber sprach am späten Samstag sowohl mit Netanjahu als auch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, teilte das Weiße Haus mit.
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