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Organismen entdeckt oder mitgeschleppt? Forscher warnt vor Vorwärtskontamination auf dem Mars

© AP Photo / NasaInternationale Raumstation
Internationale Raumstation - SNA, 1920, 15.05.2021
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Jede Lebensart, die bei den Mars-Expeditionen entdeckt werden sollte, könnte ihre Ursprünge auf die von der Erde stammenden Organismen zurückführen. Zu dieser Erkenntnis kam der Genetiker Christopher Mason von der Cornell University in seinem Artikel für BBC.
Zusammen mit seinen Kollegen untersuchte der Forscher vier verschiedene Bakterienstämme, die sich an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) entwickelten. Das Team um Mason musste feststellen, dass einige Bakterien Ursprünge hatten, die meist mit nordamerikanischen, europäischen und pazifischen Inselarten verwandt sind. Der Befund erregte bei dem Forscher Besorgnis, eine zukünftige Entdeckung außerirdischer Organismen könne die Wissenschaftler in die Irre führen.
„Sollten diese Lebewesen im Marsboden gefunden werden, könnte dies potenziell fehlgeleitete Forschung zu den universellen Eigenschaften des Lebens oder des Lebens auf dem Mars vorantreiben“, schreibt Mason.
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Dementsprechend sollten neue Organismen zunächst auf die Spuren der irdischen DNA-Sequenzen geprüft werden, um die sogenannte „Vorwärtskontamination“ auszuschließen. Dem Experten zufolge konnte diese DNA-Kontamination in verschiedenen Zeiten unserer Geschichte verzeichnet werden, zum Beispiel während der Expansion der Amerikaner nach Westen über den nordamerikanischen Kontinent. Sie ist aber schlecht verfolgt worden und konnte somit auch schlecht verhindert werden:
„Die Pocken wurde beispielsweise über Decken verbreitet, die den indigenen Völkern Nordamerikas im 19. Jahrhundert gegeben wurden. Selbst im Jahr 2020 waren wir unfähig, die schnelle Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 einzudämmen, das Covid-19 verursacht“, betonte der Cornell-Forscher.
Hierbei erweitern die Forscher andauernd ihre Datenbank der auf der Erde vorhandenen DNA-Proben, um mehr über die Ausdehnung des Sonnensystems zu erfahren. Mason ist der Ansicht, die Vorwärtskontamination wäre in den nächsten fünfhundert Jahren die einzige Möglichkeit, bestimmte irdische Lebensarten zu bewahren.
Mason und sein Team interessieren sich besonders für Mikroorganismen, die den extremen Temperaturen, der Strahlungsresistenz und den antibakteriellen Resistenzen widerstehen können. Diese können potenziell zum Mars mitgeschleppt werden, selbst nach der Reinigung vor dem Start und der Strahlenbelastung im Weltraum.
„Ihre Genome können sich so stark verändern, dass sie wahrhaft außerirdisch aussehen, wie wir kürzlich bei Mikroben gesehen haben, die sich auf der Internationalen Raumstation entwickelt haben“, sagte Mason.
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