Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Nach Angriff auf US-Pipeline: Erpressungs-Hackergruppen wollen Rückzug machen

© CC0 / PixabayHacker (Symbolbild)
Hacker (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.05.2021
Abonnieren
Mehrere auf Erpressung spezialisierte Hackergruppen haben nach dem Angriff auf eine zentrale US-Pipeline bekannt gegeben, dass sie ihre Tätigkeiten unterlassen oder zurückfahren wollen, teilte Reuters am Samstag mit.
Darunter sei auch die Gruppe DarkSide gewesen, die für die Cyber-Attacke auf den US-Pipelinebetreiber Colonial Pipeline verantwortlich gemacht wurde. Sie habe den Zugang zu einigen ihrer Server verloren, und ein Teil ihres erpressten Lösegeldes (laut Berichten fast fünf Millionen Dollar in einer Kryptowährung) sei ebenfalls abhandengekommen, hieß es.
Eine weitere, größere Gruppe wolle auch keine Angriffe auf kritische Infrastruktur-Anlagen vornehmen. Deren Gründe für den Rückzug bleiben allerdings unklar.
Die USA kämpfe derzeit gegen derartige Erpressungssoftware „Ransomware“, bei der die Daten der Opfer verschlüsselt werden. Um wieder auf sie zugreifen zu können, verlangen die Hacker Lösegeldzahlungen. Nach Angaben von zwei Mitgliedern einer Expertengruppe konnten die Hacker im Jahr 2020 fast 350 Millionen Dollar erpressen. Im Vergleich zu 2019 sei die Summe verdreifacht worden.
Das Logo von Toshiba in Chiba, Japan, 30. März 2017. - SNA, 1920, 14.05.2021
Hacker-Erpressung von Toshiba in Europa gemeldet

Angriff auf US-Pipeline

Colonial Pipeline ist Anfang dieser Woche mit der Erpressungssoftware DarkSide angegriffen worden. Wichtige Betriebssysteme des Unternehmens mussten infolge der Attacke abgeschaltet werden, „um die Gefahr einzudämmen, die vorübergehend alle auf die Erdölleitung bezogenen Abläufe zum Stillstand gebracht hat“, hieß es vonseiten der Firma.
Die Unterbrechung im Pipelinebetrieb ließ die Benzinpreise in den USA steigen. An Tankstellen kam es vereinzelt zu Engpässen. Die Aufsichtsbehörde EPA setzte zeitweise einige Umweltschutzstandards außer Kraft, um den Ölpreis in den Vereinigten Staaten zu stabilisieren.
Amerikanische Medien berichteten, für die Cyber-Attacke sei Russland verantwortlich. Die US-Regierung bestätigte dies nicht und stufte die Attacke als möglicherweise kriminelle Handlung ein. Russlands Botschaft in Washington wies die Vorwürfe als haltlos zurück.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала