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Nach Explosion im Munitionslager Vrbětice: Waffen in großem Umfang verschwunden – Medien

© CC0 / ArmyAmber / PixabayRüstungsexporte (Symbolbild)
Rüstungsexporte (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.05.2021
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Nach den Explosionen in den Munitionslagern in der tschechischen Ortschaft Vrbětice 2014 hat die als Mieter der Räume bekannte Firma Imex-Gruppe festgestellt, dass eine große Anzahl von Waffen verschwunden sei. Dies meldet das Portal iDNES am Freitag.
Damals seien unter anderem 1000 Panzerabwehr-Raketenwerfer RPG-7, 800 Maschinenpistolen, 500 Maschinengewehre, 100 Pistolen und viele zugehörige Ausrüstungsgegenstände wie Maschinengewehrbajonette verschwunden, hieß es. Nach Angaben der Imex-Gruppe könnte all das in die Hände von Waffenhändlern auf dem Schwarzmarkt gelangt sein.
Das Unternehmen habe nun eine Strafanzeige wegen des Verdachts eingereicht, dass die besagten Waffen entweder von Dieben oder von Polizisten gestohlen worden seien. Es könne nicht glauben, dass sie in die Luft haben gesprengt werden können, so dass nichts übrig geblieben sei.
Die Untersuchung des Vorfalls gehe weiter, und jetzt würden die Ermittler prüfen, ob jemand den Organisatoren der Explosionen geholfen habe, in die Lagerhäuser zu gelangen. In diesem Zusammenhang sei der Eigentümer der Imex-Gruppe, Petr Bernatik, im Februar 48 Stunden lang festgehalten worden. In seinem Haus und auch in der Firma seien Durchsuchungen durchgeführt worden.
Die Imex-Gruppe habe den Schaden auf 100 Millionen Kronen (knapp zehn Millionen Euro) geschätzt. Dabei plane sie, 75 Millionen Kronen (mehr als sieben Millionen Euro) bei den tschechischen Behörden einzufordern.
Prag - SNA, 1920, 10.05.2021
Streit um Explosion in Vrbetice: Tschechien will von Russland 39 Millionen Euro Entschädigung
Alle nach den Explosionen gesammelten Waffen würden sich in drei versiegelten Versandbehältern in einem Polizeilager in der Stadt Znojmo im Südosten des Landes befinden, berichtete das Portal. Informationen über deren Inhalt würden nicht veröffentlicht.
Dabei sei bekannt, dass es den Dieben in den Jahren 2016 und 2017 gelungen sei, sechsmal durch Löcher im Zaun in die Räumlichkeiten einzudringen, in denen sich diese Waffen zu jenem Zeitpunkt unter polizeilicher Kontrolle befunden hätten. Zwei von ihnen seien später wegen Diebstahls und Waffenverkaufs zu jeweils 34 und 36 Monaten Haft verurteilt worden.
Tschechien hatte russischen Geheimdiensten Mitte April vorgeworfen, hinter der Explosion im Munitionslager im tschechischen Vrbětice im Jahr 2014 zu stecken. In diesem Zusammenhang verwies Tschechien 18 russische Diplomaten des Landes. Moskau wies den Vorwurf zurück und erklärte als Reaktion 20 Mitarbeiter der tschechischen Botschaft für unerwünscht.
Die Slowakei, Estland, Litauen und Lettland solidarisierten sich mit Tschechien und wiesen ebenfalls russische Diplomaten aus. Auch Polen, Bulgarien und Rumänien verkündeten eine Ausweisung.
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