Tag des Wanderns in Deutschland: Wo und wann sind Ausflüge erlaubt?

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Wandern (Symbolbild) - SNA, 1920, 14.05.2021
Am 14. Mai wird der bundesweite Wandertag begangen. Die offiziellen Veranstaltungen wurden wegen Corona verschoben. Der heutige Freitag ist aber laut dem Chef des Deutschen Wanderverbandes (DWV), Hans-Ulrich Rauchfuß, eine gute Gelegenheit, sich über die Arbeit in den Vereinen zu informieren. SNA präsentiert Ihnen die letzten Infos zum Wandern.
Wegen der unsicheren Corona-Situation sind die offiziellen Veranstaltungen zum Tag des Wanderns schon vor Monaten auf den 17. September verschoben worden. Schirmherr des diesjährigen Tages des Wanderns ist Michael Kretschmer, der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen.

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nutzen viele Wandervereine den 14. Mai, um ein Zeichen für aktives und lebendiges Vereinsleben zu setzen“, so Rauchfuß.

Dass dabei die jeweils gültigen Corona-Regeln eingehalten werden, sei selbstverständlich. Der Termin sei vielerorts eine gute Gelegenheit, sich über die Arbeit in den Vereinen zu informieren.

Sind Tagesausflüge erlaubt?

Generell sind kleinere und größere Ausflüge landesweit möglich – allerdings mit Einschränkungen. Klar geregelt ist die Lage in den 217 Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100, teilt am Donnerstag das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit. In diesen Städten gilt die Notbremse des Bundes. Treffen seien auch im Freien nur mit maximal einer haushaltsfremden Person erlaubt. Ausgenommen von der Kontaktregelung sind Kinder unter 14 Jahren, Menschen, die vollständig gegen Corona geimpft sind und jene, die eine Covid-Infektion überstanden haben, hieß es. Mit der Bundesnotbremse ist auch eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr festgelegt. In den weiteren 184 Stadt- und Landkreisen, in denen die Inzidenz unter 100 liegt, sieht es anders aus. Dort legt die jeweilige Regierung die Regeln fest, insofern nicht die einheitliche Landesverordnung gilt.
Jogging (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.04.2021
Corona absurd in NRW – Sport im Freien erlaubt, Sport im Freien unter einem offenen Zelt verboten
Für die konkrete Umsetzung der gemeinsamen Corona-Regeln sind in Deutschland die Bundesländer verantwortlich, so die Bundesregierung. Jedes Bundesland entscheidet also selbst, ob in Corona-Zeiten Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen erlaubt sind. Es sei denn, die 7-Tage-Inzidenz einer Stadt oder eines Landkreises liegt an mindestens drei aufeinanderfolgende Tagen über 100 Corona-Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner: In diesem Fall greift die sogenannte Bundes-Notbremse, und Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben wie Hotels oder Pensionen sind verboten, teilt der ADAC diese Woche mit.

Übersichtskarte

Die DWV-Übersichtkarte zeigt aktuelle Informationen zu Wanderregionen mit rund 15.000 Kilometer zertifizierten Qualitätswegen.

Touristische Übernachtungen

Hier ein ADAC-Überblick, wo touristische Übernachtungen in Deutschland zurzeit möglich sind:
Baden-Württemberg - ab 14. Mai sollen Hotels öffnen
Bayern - ab 21. Mai sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen
Berlin - vorerst keine touristischen Übernachtungen gestattet
Brandenburg - ab 21. Mai sollen Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze öffnen
Bremen - vorerst keine touristischen Übernachtungen gestattet
Hamburg - vorerst keine touristischen Übernachtungen gestattet
Hessen - vorerst keine touristischen Übernachtungen gestattet
Mecklenburg-Vorpommern - ab 7. Juni sollen Hotels für Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns öffnen, ab 14. Juni auch für Touristen aus anderen Bundesländern
Niedersachsen - Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen derzeit nur für Bewohner Niedersachsens öffnen
Nordrhein-Westfalen - vorerst keine touristischen Übernachtungen gestattet
Rheinland-Pfalz - Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen öffnen
Saarland - vorerst keine touristischen Übernachtungen gestattet
Sachsen - Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen öffnen, in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 auch Hotels und Pensionen
Sachsen-Anhalt - Campingplätze und Ferienwohnungen dürfen öffnen
Schleswig-Holstein - ab 17. Mai sollen Hotels wieder öffnen
Thüringen - Campingplätze sowie Ferienhäuser und -wohnungen dürfen öffnen
Ausführliche Hinweise und die Verordnungen der einzelnen Bundesländer sind im Wegweiser des DWV zu finden.

Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Menschen, die gegen Covid-19 geimpft oder von einer nachgewiesenen Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus genesen sind, erhalten bestimmte Erleichterungen. Die neuen Regelungen sind ab dem 9. Mai in Kraft getreten.
Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Damit werden zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften geimpfte und genesene Personen nicht mehr mitgezählt. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entfallen für diese Personengruppen, hieß es.
Beim Sport gilt: Die Beschränkungen, dass kontaktloser Individualsport nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts möglich ist, sind für Geimpfte und Genesene aufgehoben.
Die so genannte AHA-Formel gilt nach wie vor: Abstand halten, Hygieneregeln beachten und im Alltag Maske tragen. Geimpfte, genesene und getestete Personen müssen weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und Abstandsgebote einhalten. Die anderen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene sind auf der Seite der Bundesregierung zu finden.

Wandern ist beliebteste Natursportart

Die am häufigsten betriebene Natursportart ist das Wandern. Dies folgt aus der DWV-Studie „Natursport in Deutschland“. Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass sie (auch) wandern. Geocaching liegt auf Platz zwei (knapp 60 Prozent), danach folgen Radfahren (44 Prozent), Mountainbiken (27 Prozent) und Laufen/Joggen (27 Prozent). Hier waren Mehrfachnennungen möglich.
Der Tag des Wanderns wurde vom DWV ins Leben gerufen und findet jährlich am 14. Mai statt, als Andenken an das Gründungsdatum des Vereins im Jahr 1883. Die Organisation gilt als Dachverband von rund 70 landesweiten und regionalen Gebirgs- und Wandervereinen mit rund 600.000 Mitgliedern.
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