„Mit derselben Entschlossenheit“: Erdogan fordert Unterstützung für Palästinenser

© REUTERS / DILARA SENKAYATeilnehmer einer pro-palästinensischen Demonstration vor dem israelischen Konsulat in Istanbul, 12. Mai 2021
Teilnehmer einer pro-palästinensischen Demonstration vor dem israelischen Konsulat in Istanbul, 12. Mai 2021 - SNA, 1920, 14.05.2021
Die Welt soll die Augen vor der „Aggression Israels“ in den palästinensischen Gebieten nicht verschließen, fordert der türkische Präsident Erdogan. Die Türkei selbst sei zur Tat bereit, „mit derselben Entschlossenheit“ wie einst an der Grenze zu Syrien.
Der türkische Präsident Erdogan hat die Lage im Gazastreifen nach eigenem Bekunden mit den Staats- und Regierungschefs von 19 Ländern besprochen. Es sei eine Ehrenpflicht der Menschheit, Israel aufzuhalten, sagte er in einer Fernsehansprache anlässlich des muslimischen Festes des Fastenbrechens.
„Wir sind voller Zorn wegen der Knechtschaft des Terrorstaates Israel“, so der türkische Präsident. „Israel hat alle Grenzen überschritten. So wie wir den Kampf Aserbaidschans für die Befreiung seiner Gebiete von der Besatzung entschlossen unterstützten, so schreiten wir mit demselben Gefühl heute zur Tat gegen die Knechtung in den palästinensischen Siedlungen und in Jerusalem. Mit derselben Entschlossenheit, mit der wir unsere syrische Grenze verteidigten.“
Recep Tayyip Erdogan
Der türkische Präsident
Die Weltgemeinschaft sei zum Handeln aufgefordert: „Die UNO zu beteiligen, ist eine unverzichtbare Bedingung. Das, was getan werden muss, muss unverzüglich geschehen, sonst sind schreckliche Folgen nicht zu vermeiden“, sagte Erdogan.
Selbst wenn die ganze Welt die Augen vor der Aggression Israels verschließe, „wird die Türkei sich damit nicht abfinden“, erklärte der türkische Präsident. „Wer angesichts des Blutvergießens und der Verachtung vonseiten Israels weiterhin schweigt oder das Geschehen offen verteidigt, soll wissen, dass auch er eines Tages an der Reihe ist.“
Seit Tagen eskaliert die Lage an der israelisch-palästinensischen Grenze. Israelische Ortschaften werden fast unentwegt vom Gazastreifen aus mit Raketen beschossen. Nach israelischen Angaben sind bereits sechs Zivilisten und ein Militärangehöriger in dem Raketenbeschuss getötet worden.
Insgesamt sind seit 10. Mai nach Darstellung der israelischen Armee circa 1750 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Israel hat im Gegenzug mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen, darunter Objekte der palästinensischen Gruppen Hamas sowie Islamischer Dschihad. Mehrere Kämpfer und ranghohe Offiziere der Palästinenser sind nach israelischen Angaben getötet worden. Die palästinensische Gesundheitsbehörde sprach von 109 Toten infolge der israelischen Angriffe.
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