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Seenotrettung von Flüchtlingen: Ärzte ohne Grenzen schicken Hilfsschiff ins Mittelmeer

© SNA / Alexandro Martinez Velez / Zur BilddatenbankBoot mit illegalen Migranten
Boot mit illegalen Migranten - SNA, 1920, 13.05.2021
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Die Organisation Ärzte ohne Grenzen will laut einem DPA-Bericht mit einem eigenen Schiff Bootsmigranten im Mittelmeer aus Seenot retten, die sich in großer Zahl aus Libyen nach Europa aufmachen.
Die Helfer wollen eine Mission mit dem gecharterten Schiff „Geo Barents“ starten, um Menschen aus der prekären Lage zu retten. Das teilte die Organisation am Donnerstag in Berlin und Rom mit.
„Unsere Rückkehr ins Mittelmeer ist eine direkte Folge der rücksichtslosen europäischen Politik der unterlassenen Hilfeleistung auf See“, erläuterte Ellen van der Velden, Leiterin des Seenotrettungseinsatzes von Ärzte ohne Grenzen.
Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) starben 2021 bereits 557 Menschen bei Überfahrt-Versuchen nach Europa im zentralen Mittelmeer.
Die Organisation Ärzte ohne Grenzen unterstützt seit 2015 mit medizinischen Fachteams andere Rettungsschiffe von verschiedenen Gruppen. Teilweise hat die Nothilfeorganisation die Schiffe auch mit anderen gemeinsam betrieben. Die rund 77 Meter lange „Geo Barents“ fährt den Angaben zufolge unter norwegischer Flagge. Das Schiff sei am Donnerstag in Ålesund Richtung Mittelmeer gestartet.
Die EU-Flagge - SNA, 1920, 11.05.2021
EU-Kommission: Keine Angebote für Übernahme von Migranten aus Italien
Ärzte ohne Grenzen forderte zudem ein Ende der EU-Unterstützung für die libysche Küstenwache sowie der Zwangs-Rückführung von Menschen in das Bürgerkriegsland. Berichten zufolge werden Geflüchtete in libyschen Lagern gequält und finanziell ausgepresst.
Auf der italienischen Insel Lampedusa zwischen Tunesien und Sizilien waren allein am vergangenen Wochenende in kurzer Zeit über 2000 Männer, Frauen und Kinder in Booten eingetroffen. Rom fordert eine Weiterverteilung von Migranten in andere Länder der EU und will dies auf anstehenden EU-Treffen vorbringen. „Niemand soll in italienischen Gewässern alleine gelassen werden“, sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch im Parlament in Rom.
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