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Cyberangriff auf Pipeline führt zu Engpässen an US-Tankstellen – Hacker wollen Geld, kein Chaos

© REUTERS / Jay PaulEine BJ's-Tankstelle ohne Benzin
Eine BJ's-Tankstelle ohne Benzin  - SNA, 1920, 13.05.2021
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Ein Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline in den USA hat erhebliche Engpässe an Tankstellen im Südosten des Landes verursacht. In der US-Hauptstadt Washington ist an jeder zehnten Tankstelle kein Benzin mehr erhältlich. Am Donnerstag fährt der Betreiber Colonial Reuters zufolge seine Anlagen nun langsam wieder hoch.
Nach Informationen des Petroleumexperten der Marktanalysefirma Gasbuddy, Patrick De Haan, seien fast zwei von drei Tankstellen im Bundesstaat North Carolina von Engpässen betroffen. In Virginia, South Carolina und Georgia sei an über 40 Prozent der Tankstellen kein Benzin mehr erhältlich. Darüber informierte De Haan via Twitter:
Am Donnerstag baut der Betreiber Colonial nach Angaben von Reuters seine Kapazitäten nun langsam wieder aus. Das Unternehmen gebe aber davon aus, dass es noch mehrere Tage dauern werde, bis die Versorgung über das knapp 9000 Kilometer lange Röhren-Netzwerk wieder normal laufe.
Erdöllager des Betreibers Colonial Pipeline in Charlotte, North Carolina - SNA, 1920, 10.05.2021
Nach Hackerangriff auf Pipeline: USA erklären regionalen Notstand
Der Hacker-Angriff hatte die Pipeline vergangenen Freitag lahmgelegt. Laut Reuters berichteten Autofahrer im Großraum Washington von leeren Zapfsäulen und langen Schlangen vor Tankstellen, die noch Treibstoff zur Verfügung hätten. US-Energieministerin Jennifer Granholm rief die Bürger am Dienstag dazu auf, keinen Kraftstoff zu horten:
„Es ist nicht so, dass wir eine Benzinknappheit haben. Es ist so, dass wir diese Versorgungskrise haben und dass die Dinge bald wieder normal sein werden“, kommentierte die Ministerin gegenüber Reuters.
Nach eigenen Angaben nahm Colonial selbst bestimmte Systeme vom Netz, um die Bedrohung der Cyberattacke einzudämmen. Diese soll nach Angaben der US-Sicherheitsbehörde FBI von der Hackergruppe Darkside durchgeführt worden sein:
Laut Reuters hatte Darkside am Montag eine Erklärung auf seiner Website gepostet, in der die Gruppe sich als „unpolitisch“ bezeichnete und meinte, sie wolle keiner bestimmten Regierung zugeordnet werden. Zudem äußerte die Gruppe sich zu den Motiven hinter dem Angriff:
„Unser Ziel ist es, Geld zu verdienen und nicht Probleme für die Gesellschaft zu schaffen“, so Darkside auf seiner Website.
Das FBI will weiterhin mit dem Unternehmen Colonial und anderen Regierungsbehörden an den Ermittlungen arbeiten. Nach Informationen von Reuters fließt durch die Leitungen von Colonial normalerweise fast die Hälfte der Kraftstoff-Versorgung der US-Ostküste an Benzin, Diesel und Kerosin. Die Knappheit soll Medienberichten zufolge die Spritpreise in den USA auf den höchsten Stand seit 2014 getrieben haben.
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