Wieder trauriger Rekord: Indien registriert mehr als 4200 Corona-Tote an einem Tag

© AFP 2022 / ARUN SANKAREin Corona-Toter wird zu einem Krematorium in Neu-Delhi gebracht
Ein Corona-Toter wird zu einem Krematorium in Neu-Delhi gebracht - SNA, 1920, 12.05.2021
Indien hat binnen 24 Stunden 4205 Corona-Tote verzeichnet und damit so viele wie noch nie an einem Tag. Dies geht aus einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums hervor.
In den vergangenen 24 Stunden starben 4205 Menschen an dem Virus, wobei die Gesamtzahl der Fälle im Land 23 Millionen überstieg, so das indische Gesundheitsministerium.
Demnach ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zu früheren Daten gestiegen: Am Mittwoch wurden 348.400 neue Fälle im Land gemeldet. In Bezug auf die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen belegt Indien mit mehr als 23,3 Millionen weltweit Platz zwei. Mehr als 19,3 Millionen Menschen sind genesen, mehr als 254.000 Menschen an dem Erreger gestorben.
Der Anstieg der Corona-Fallzahlen in Indien dauert seit Mitte Februar an. Aktuell werden mehr als 3,7 Millionen Patienten in Zusammenhang mit Sars-CoV-2 behandelt. Seit mehr als zwei Wochen überschreitet die Zahl der Neuinfektionen an einem Tag die Marke von 300.000. Das ist mehr als in jedem anderem Land. Fünf Mal wurden mehr als 400.000 Neuansteckungen an einem Tag erfasst.
Die höchsten Corona-Fallzahlen verzeichnet der Bundesstaat Maharashtra, in dem 40.900 Corona-Neuerkrankungen binnen 24 Stunden registriert wurden. Insgesamt werden hier mehr als 561.000 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 medizinische versorgt.
Gleichzeitig verzeichnete das Gesundheitsministerium einen Anstieg der Zahl der gegen das Coronavirus vakzinierten Menschen – mehr als 175 Millionen Personen, also fast 13 Prozent der Bevölkerung des Landes, erhielten den Impfstoff gegen Covid.

Behörden verbieten Entsorgung von Covid-Leichen im Ganges

Inzwischen haben indische Behörden die Bürger aufgefordert, umgehend die Entsorgung von Leichen im Fluss Ganges einzustellen. Dies gab der Minister für Wasserressourcen, Gajendra Singh Shekhawat, bekannt.
„Wir haben das Problem der Beerdigung von Leichen im Ganges ernst genommen und Maßnahmen zum Verbot ergriffen. Die Regierung wird über die National Mission for Clean Ganga und die Bezirksbehörden sicherstellen, dass alle nicht identifizierten Leichen gemäß dem Protokoll entsorgt werden“, äußerte er.
Zuvor war berichtet worden, dass Einwohner des Bundesstaates BIhar etwa 100 Leichen, bei denen es sich vermutlich um Covid-19-Opfer handelt, an den Ufern des Flusses Ganges entdeckt haben. Nach Angaben der Behörden wurden 71 Leichen im Gewässer von Ganges geborgen. Die Polizei ermittelt zu den Fällen.
Laut Einheimischen sind die Fälle darauf zurückzuführen, dass die Angehörigen der Toten sich weder eine Einäscherung im Krematorium noch das Holz für einen Scheiterhaufen leisten könnten.
Coronavirus (Symbolbild)  - SNA, 1920, 12.05.2021
WHO-Bericht: Indische Corona-Variante bereits in 44 Ländern verbreitet
Die National Mission for Clean Ganga, die den Zustand des Flusses und seiner Nebenflüsse überwacht, veröffentlichte entsprechende Vorschriften.
„Sie werden gebeten, Folgendes zu beachten: Sofortige Einstellung der Entsorgung von Leichen / nicht abgeholten oder nicht identifizierten Leichen im Fluss Ganges und dessen Nebenflüssen“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. „Alle nicht identifizierten Leichen / nicht beanspruchten Leichen von mutmaßlichen Covid-Opfern sollten in Übereinstimmung mit dem Covid-Sicherheitsprotokoll der Richtlinien der indischen Regierung zum Covid-19-Leichenmanagement ordnungsgemäß entsorgt werden“.
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