„Wegen versuchter Homosexualität“: Zwei Transgender in Kamerun zu fünf Jahren Haft verurteilt

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LGBT-Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.05.2021
In Kamerun sind zwei Menschen, die sich als Transgender identifizieren, zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet je 305 Euro verurteilt worden. Dies gab das Gericht am Dienstagabend (Ortszeit) bekannt.
Anfang Februar wurden die beiden Personen, von denen eine als Internet-Persönlichkeit gilt, unter anderem wegen „versuchter Homosexualität“ in einem Restaurant in der Stadt Douala festgenommen. Ihr Anwalt, Richard Tamfu, hat am Mittwoch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die Absicht bekundet, Berufung gegen das Urteil einzulegen.
Homosexualität ist in Kamerun gesetzlich verboten. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) haben kamerunische Sicherheitskräfte seit Februar mindestens 24 Menschen mit dem Vorwurf „gleichgeschlechtlichen Verhaltens“ oder „geschlechtsspezifischer Nichtkonformität“ willkürlich festgenommen, bedroht oder angegriffen.
Polizeipatrouille im Freien (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.05.2021
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