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Nicht so viel saufen und kiffen, liebe „Bild“-Kollegen! – absurde Story um Ex-Tengelmann-Chef

© AFP 2021 / ROLAND WEIHRAUCHEx-Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub
Ex-Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub - SNA, 1920, 12.05.2021
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Die Boulevard-Zeitung „Bild“ suggeriert in einem Artikel, Russland sei mitverantwortlich für das Verschwinden des vermissten früheren Chefs des Tengelmann-Konzerns. Eine Erwiderung.
Eigentlich ist es wie immer. Die „Bild“ erfindet eine Skandalgeschichte. Weil ihr naheliegender Weise die Belege fehlen, versteckt Springers Wurstblatt den Unfug hinter der Bezahlschranke. Aber trotzdem bleibt die Lockmitteilung mit einer diffamierenden Tatsachenbehauptung öffentlich und richtet entsprechenden Schaden an.
Soweit, so schlecht. Eigentlich können die Springer-Schmuddelkinder an dieser Stelle alleingelassen werden, um die Blagen nicht noch mit Aufmerksamkeit dafür zu belohnen, dass sie sich kreischend auf dem Boden winden. Doch diese Geschichte ist mal wieder dermaßen dreist, dass sie nicht ganz unwidersprochen bleiben sollte.
BStU  - SNA, 1920, 01.05.2021
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In unserem Fall lautet die Lockmeldung: „VERMISSTER TENGELMANN-CHEF. Die Spur führt zu Putins Geheimagenten – Tengelmann-Milliardär Karl Erivan Haub ist seit 2018 verschollen. Jetzt tauchten Unterlagen auf, die zu Putins Geheimdienst führen.“
Der einzige Fakt, der hinter der Bezahlschranke dann nachprüfbar zutreffend ist: Der frühere Tengelmann-Chef, Karl-Erivan Haub, ist seit dem 7. April 2018, 09:09 Uhr, wie vom Erdboden verschluckt und soll nun für tot erklärt werden.
Aber keine Frage: Für eine Hetzpostille wie „Bild“, die sich täglich aufplustert, eine ganz normale Zeitung sein zu wollen und andere zu belehren, ist hier natürlich nicht Ende der Geschichte.
Springer lässt stattdessen einen ihrer Hilfs-Kischs ans Werk, der keine Skrupel hat, auch eine so traurige Geschichte wie das Verschwinden von einem der prominentesten Wirtschaftskapitäne Deutschlands in eine antirussische Hetztirade zu verwandeln, die derart hanebüchen ist, dass am Geisteszustand des Autors gezweifelt werden muss, abgesehen von der Redaktion, die einen derartigen Unsinn entweder zulässt oder in Auftrag gibt.
Ein angeblicher Berater des Konzernchefs, angebliche Dokumente, angebliche Schaubilder, angebliche Verbindungen zu russischen Geheimdiensten, angebliche russische Lockvögel. Und natürlich immer dabei: Putin. Der darf natürlich nicht fehlen.
Dann aber der Satz: „Die Ergebnisse der privaten Ermittlungen sind kein Beweis, dass Karl Erivan Haub in dunkle Machenschaften verstrickt oder als Spion tätig war.“
Wir ergänzen mal: Die Ergebnisse dieses peinlichen Artikels sind der Beweis, dass „Bild“ und Springer vollkommen den Verstand verloren haben.
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Liebe Kollegen bei der „Bild“. Wenn es Euch noch niemand mitgeteilt hat: Saufen und kiffen beim Arbeiten ist selten hilfreich. Und in Eurem Fall auch unnötig. Denn Ihr habt doch Edelfedern, deren aufgeschriebenes Gegeifer in Richtung Moskau sich ganz ohne Alk und Koks liest, als wären die Betreffenden im Zauberland gewesen. Lasst die Profis unter Euch ran.
Gern geschehen, kein Ding! Den Tipp gab´s umsonst. Denn wir wollten Euch nicht so anblaffen wie Eure Kritiker, die dieser Tage einen Rudi-Dutschke-Klassiker wiederbeleben: „Springerpresse, halt die Fresse!“ So unanständig sind wir nicht.
Prost! Und Schnief! Eure Tengelmann-Entführer.
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