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Nach Maori-Tanz: Neuseeländischer Abgeordneter fliegt aus Parlamentssitzung

© AP Photo / NZ Parliament TV via APAbgeordneter der Maori-Partei im neuseeländischen Parlament Rawiri Waititi
Abgeordneter der Maori-Partei im neuseeländischen Parlament  Rawiri Waititi - SNA, 1920, 12.05.2021
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In Neuseeland ist der Ko-Vorsitzende der Maori-Partei des Parlaments verwiesen worden, nachdem er die Rhetorik der Opposition als rassistisch angeprangert und einen nationalen Tanz der Indigenen aufgeführt hatte. Darüber berichtet unter anderem die Zeitung „The Guardian“ am Mittwoch.
Waititi warf demnach der Opposition vor, mit ihrer Haltung zur Māori-Gesundheitsversorgung Rassismus in ganz Neuseeland zu schüren. Anschließend forderte der Parlamentspräsident Trevor Mallard ihn auf, sich hinzusetzen. Stattdessen führte der Abgeordnete einen traditionellen Tanz der Indigenen, Haka, auf, der eine Herausforderung darstellen kann und manchmal in Konfliktsituationen verwendet wird. Daraufhin wurde Waititi des Parlaments verwiesen.
Die Auseinandersetzung ereignete sich als Folge einer wochenlangen eskalierenden Debatte, in der die oppositionelle Nationale Partei der Regierung „separatistische Ansichten“ und die heimliche Schaffung von „zwei Systemen“ vorgeworfen hatte. Die Streitigkeiten begannen, nachdem die Regierung erweiterte, unabhängige Gesundheitsdienste für Māori angekündigt hatte, die typischerweise wesentlich schlechtere Gesundheitsergebnisse haben als andere ethnische Gruppen.
„Dies hat zu Rassismus mit Gehässigkeit gegenüber Māori animiert, wegen dieser Art von Propaganda und Rhetorik – wir werden das nicht mehr dulden“, sagte Waititi gegenüber Reportern.
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Waititi bekam von der grünen Partei Neuseelands Rückendeckung: Die Co-Vorsitzende Marama Davidson äußerte via Twitter, sie applaudiere Waititi und der Co-Vorsitzenden Debbie Ngarewa-Packer, da sie „die absolut unaufhörlichen rassistischen Kommentare von Judith Collins im Haus gerade jetzt angeprangert haben“.
Im Februar war Waititi wegen der fehlenden Krawatte des Parlaments verwiesen worden: Der Vertreter der Ureinwohner hatte ein typisches geschnitztes Maori-Ornament um den Hals getragen und seine Weigerung, eine Krawatte zu tragen, damit argumentiert, dass der Dresscode noch aus der Kolonialzeit stamme. Danach revidierte ein Parlamentsausschuss die Regeln des Dresscodes im Parlament. Andere Arten der Geschäftskleidung, die der britischen Tradition nicht entsprechen, sind fortan nicht mehr erlaubt.
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