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Corona-Atem-Schnelltest: Hoffnung für Festivals

© REUTERS / ANNEGRET HILSETest auf Coronavirus
Test auf Coronavirus - SNA, 1920, 12.05.2021
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Der neue Test der Firma „Smell Cells“ erinnert mehr an einen Alkoholtest als an einen Covid-19-Nachweis. Den neuen Atem-Schnelltest will das Schweizer Unternehmen auf den Markt bringen. Das Bundesamt für Gesundheit ist interessiert. Weltweit arbeiten viele Firmen an einem Atem-Schnelltest-Modell.
In einem neuen Werbevideo stellt die Firma „Smells Cells“ aus dem Kanton Zug einen Corona-Atem-Schnelltest vor, schreibt das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Bereits seit letztem Herbst hat das Unternehmen den Kontakt zu größeren Schweizer Festival-Veranstaltern aufgenommen. Der operative Leiter des „Openair Gampels“, Roman Pfammatter, sehe darin eine große Hoffnung: „Für uns und die ganze Branche wäre das ein Game-Changer.“
Der Vorteil eines solchen Tests ist laut Angaben der Hersteller nicht nur die Genauigkeit, sondern auch die Schnelligkeit. Innerhalb von zehn Sekunden sollen Festival-Gäste mit einem zuverlässigen Ergebnis rechnen können. Auch eine zweite „Test-Runde“ sollte somit für die Gäste nach 48 Stunden möglich sein, garantiert Pfammatter. Gerade bei mehrtägigen Festivals wäre dies eine wichtige Voraussetzung.
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Viele Hersteller – eine Technologie

Der Atem-Schnelltest sei nicht nur in der Schweiz eine große Hoffnung. Viele Firmen weltweit arbeiten an einem Schnelltest, welcher anhand des Atems das Virus Sars-Cov-2 nachweisen kann. Das Unternehmen „Breathomix“ hat beispielsweise einen Schnelltest mit einer Genauigkeit von 70 Prozent hergestellt. Andere Anbieter zielen jedoch auf eine weit höhere Sicherheit von über 90 Prozent.
Die Technik soll bei allen dieselbe sein: Der Test analysiert Biomarker in der Atemluft. Über die Abbauprodukte des Atems lassen sich viele körperliche Vorgänge erkennen. Eine Kombination bestimmter Biomarker führe dazu, dass die Analysegeräte eine spezifische Krankheit nachweisen können.

„Kein einziger medizinischer Test ist 100 Prozent genau, es wird immer falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse geben“, sagt Renato Zenobi, Professor für analytische Chemie an der ETH zum SRF. „90 bis 95 Prozent Treffsicherheit sind mit Atemdiagnostik durchaus realistisch“, fügt er hinzu – auch wenn das Ergebnis durch das Kauen eines Kaugummis oder das Rauchen einer Zigarette verfälscht werden kann.

Auch das Bundesamt für Gesundheit zeigt großes Interesse an solchen Tests. Diese müssen sich jedoch noch unabhängigen klinischen Studien stellen, um die Genauigkeit konkret messen zu können. Auch eine CE-Zertifizierung wäre bei den Atem-Schnelltests notwendig. Das CE-Zeichen ist ein Hinweis darauf, dass ein Produkt vom Hersteller geprüft wurde und dass es alle EU-weiten Anforderungen an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz erfüllt.
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