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Boris Johnson will Umgang der Regierung mit Pandemie prüfen lassen

© SNA / Justin Griffits-UilliamsDer britische Premierminister Boris Johnson (Archivfoto)
Der britische Premierminister Boris Johnson (Archivfoto) - SNA, 1920, 12.05.2021
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Die Reaktionen der Regierung in der Corona-Pandemie sollen laut dem britischen Premierminister Boris Johnson unter die Lupe genommen werden.
Die unabhängige Untersuchung soll Anfang 2022 beginnen. Ein Komitee werde die Befugnisse erhalten, auf alle relevanten Dokumente zugreifen zu können und Zeugenaussagen unter Eid zu hören, so der konservative Politiker.
„Dieses Land hat ein Trauma erlebt, wie kein anderes. Es ist absolut elementar für die Trauernden und das ganze Land, dass wir genau herausfinden, was geschehen ist“, sagte Johnson.
Forderungen nach einer Untersuchung gibt es bereits seit Monaten. Die Organisation „Covid-19 Bereaved Families for Justice“, in der sich Angehörige von Corona-Toten zusammengeschlossen haben, hat in den vergangenen Wochen medienwirksam den Druck erhöht. Am Themse-Ufer gegenüber dem britischen Parlament malten die Hinterbliebenen auf eine kilometerlange Mauer Tausende rote Herzen in Gedenken an die Opfer. Mitgründer Matt Fowler hofft darauf, dass aus den Ergebnissen einer Aufarbeitung für künftige Pandemien und Notsituationen gelernt werden könne.
Das Vereinigte Königreich ist eines der am härtesten von der Pandemie getroffenen Länder Europas, mit oder an Covid-19 starben dort seit Beginn der Pandemie mehr als 150 000 Menschen. Im vergangenen Jahr musste sich die Regierung in London schwere Vorwürfe gefallen lassen, weil sie nur zögerlich Lockdown-Maßnahmen verhängte und es an Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräten mangelte.
Impfstelle in Berlin  - SNA, 1920, 12.05.2021
WHO-Experten üben schonungslose Kritik am Umgang mit Corona
Inzwischen sind die Fallzahlen jedoch stark gesunken – dank harter Lockdown-Maßnahmen, die nun nach und nach aufgehoben werden, sowie eines erfolgreichen Impfprogramms. Mittlerweile sind rund ein Drittel aller Erwachsenen in dem Land – rund 18 Millionen Menschen – vollständig geimpft.
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