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3D-Druck in Russland: „99 Recycle“ macht nützliche Gegenstände aus Kunststoffabfall

© CC0 / ZMorph3D / Pixabay3D Drucker (Symbolbild)
3D Drucker (Symbolbild) - SNA, 1920, 12.05.2021
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Plastikfiguren, Handtaschen, Skateboards und Bartresen – das Unternehmen „99 Recycle“ aus Sankt Petersburg stellt aus wiederverwertetem Kunststoff unterschiedliche Alltagsgegenstände her. Dabei setzt es als Rohstoff Kunststoffgranulat ein und schickt es durch den 3D-Drucker oder schmilzt es in der Thermopresse.
Für seinen Einsatz wurde das Unternehmen „99 recycle“ beim St. Petersburg Award 2020 als bestes Recycling/Upcycling-Projekt ausgezeichnet. Wie der Name schon andeutet, ist das erklärte Ziel des Unternehmens, Gegenstände zu produzieren, die zu 99 Prozent aus wiederverwerteten Kunststoffen bestehen. Was genau macht das Unternehmen?
© Foto : 99recycle / HandoutProduktion von 99recycle
Produktion von 99recycle - SNA, 1920, 14.05.2021
Produktion von 99recycle

3D-Druck mit Roboterarm

In der Werkstatt des Unternehmens läuft der gesamte Fertigungsprozess ab: Der Kunststoff wird zu Granulat geschreddert, im Drucker verflüssigt und Schicht für Schicht zu Gegenständen gedruckt. Im Fall der Handtaschen werden die fertigen Folien zudem in einer eigenen Nähabteilung des Unternehmens in Form gebracht. Als Ressource setzt „99 Recycle“ dabei Polyethylen hoher und geringer Dichte ein – den Kunststoff, der weltweit am stärksten produziert wird. Die Herkunft des Kunststoffs: Abfälle aus der Produktion von Trampolinen, Booten, Markisen, Werbebannern und Plastiktüten.
© Foto : 99recycle / HandoutProduktion von 99recycle
Produktion von 99recycle - SNA, 1920, 14.05.2021
Produktion von 99recycle
Den eigentlichen Druck übernimmt dabei ein umgemodelter Industrie-Roboterarm des südkoreanischen Herstellers Hyundai. Den Extruder, aus dem der verflüssigte Kunststoff austritt, hat „99 recycle“ selbst in seiner Werkstatt mit einer sowjetischen Drehmaschine hergestellt. Der Druck-Roboter soll eine Geschwindigkeit von 12[1] bis 20 Kilogramm die Stunde an den Tag legen. Der Einsatz von Kunststoffgranulat statt Kunststofffäden soll den Preis für die gedruckten Gegenstände niedriger ausfallen lassen.

Kunststoff-Platten aus der Presse

Neben dem 3D-Drucker verfügt die Werkstatt auch über eine Thermopresse, die großflächige Kunststoff-Platten herstellen kann. Auf diese Weise sollen Gegenstände wie Schilder oder ganze Bartresen aus zweitverwertetem Plastik produziert werden. Was im nächsten Schritt weggefräst wird, das wandert wieder zurück in den Druck-Kreislauf, betont das Unternehmen auf seiner Webseite. Neben der großen Thermopresse setzt „99 recycle“ auch zwei kleinere Pressen ein, in denen unter anderem Plastikfolien aus Tüten hergestellt werden, die dann zu Taschen zusammengenäht werden.
© Foto : 99recycle / HandoutProduktion von 99recycle
Produktion von 99recycle - SNA, 1920, 14.05.2021
Produktion von 99recycle
Bei diesen Gegenständen endet die Aufgabe von „99 recycle“ aber nicht. Aus dem Kunststoff sollen verschiedene Einrichtungsgegenstände, Skulpturen, Parkbänke und sogar Textilien entstehen. Die ersten Prototypen von 3D-gedruckten Stühlen sollen bereits produziert worden sein.
Über diese Entwicklung hatte das 3D-Druck-Portal 3Dgrenzenlos berichtet.
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