Unkontrollierter Absturz: Russland hat chinesische Raketenstufe aufmerksam verfolgt

© SNA / Pressedienst von RoskosmosChinesische Raketenstufe
Chinesische Raketenstufe - SNA, 1920, 11.05.2021
Der russische Raumfahrtagentur hatte ein Auge auf die chinesischen Raketenteile geworfen, die jüngst auf die Erde niedergegangen sind. Laut „Roskosmos“ war es dabei schwer, den konkreten Aufprallpunkt zu ermitteln. Deswegen wünscht sich die Weltraumorganisation mehr internationalen Dialog zu sicheren Manövern im Erdorbit.
Mit mehreren landgestützten Teleskopen und dem Erdbeobachtungssatelliten „Aist-2D“ hat Russland den unkontrollierten Absturz der zweiten Stufe der chinesischen Rakete „Langer-Marsch-5B“ verfolgt und den Aufschlagspunkt ermittelt. Das teilt die russische Raumfahrtagentur „Roskosmos“ in einer Pressemitteilung mit.
Anfangs war es laut „Roskosmos“ nicht möglich gewesen, den Ort des Eintritts in die Atmosphäre zu ermitteln. Der Umlauf der Raketenstufe zeigte dabei schnell, dass die Technik nicht über Russland abstürzen würde. Aber zum Eintrittspunkt der Stufe ließen sich lange nur Wahrscheinlichkeiten angeben. Aufgeschlagen sind die Raketenteile letztlich im Indischen Ozean, niemand scheint dabei zu Schaden gekommen zu sein.
Anlässlich dieses Ereignisses wünscht sich der Exekutivdirektor von der Raumfahrtagentur, Alexander Bloschenko, mehr internationalen Dialog der Weltraumnationen zur Gestaltung von ungefährlichen Flugmanövern im Erdorbit.
„Langer-Marsch-5B“ hatte am 29. April das erste 22 Tonnen schwere Tianhe-Modul der Chinesischen Raumstation in den Erdorbit befördert. Kritisiert wurde dabei, dass ein unkontrollierter Absturz von Raketenteilen Teil der Mission war.
Erde gesehen aus dem All (Symbol) - SNA, 1920, 09.05.2021
Bericht: Trümmerteile chinesischer Raketenstufe landen im Indischen Ozean
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