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Arabische Proteste in weiten Teilen Israels

© REUTERS / MUSSA ISSA QAWASMAProteste in Israel, 10. Mai 2021
Proteste in Israel, 10. Mai 2021 - SNA, 1920, 11.05.2021
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Bei der jüngsten Eskalation zwischen Israel und den Palästinensern ist es auch am Dienstag in weiten Teilen Israels zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Im Norden und Süden Israels kam es Medienberichten zufolge zu zahlreichen gewaltsamen Demonstrationen israelischer Araber.
Steine seien auf Polizisten geworfen sowie mehrere Fahrzeuge seien in Brand gesetzt worden, heißt es laut Medienberichten. Fernsehreporter vergleichen die Vorfälle mit dem zweiten Palästinenseraufstand (Intifada – Anm. d. Red.) vor zwei Jahrzehnten.
Ein 25-jähriger Araber sei in der Stadt Lod bei den Unruhen durch Schüsse tödlich verletzt worden. Ein 34-Jähriger sei daraufhin festgenommen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen jüdischen Einwohner der Stadt.
Bei den landesweiten Ausschreitungen seien nach Polizeiangaben dutzende Menschen festgenommen worden. Die Sicherheitsbehörden teilten mit, sie würden entschlossen „gegen jeden Versuch vorgehen, Unruhe zu stiften, und Gesetzesbrecher zur Rechenschaft ziehen“. Sie riefen die Führung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), religiöse Vertreter sowie Eltern dazu auf, die jungen Demonstranten zu zügeln. Anderenfalls könne die Gewalt den Beziehungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen schwer schaden und es seien Opfer zu befürchten.

Eskalation im Westjordanland

Die Spannungen im Westjordanland und im arabisch geprägten Osten Jerusalems verschärfen sich seit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Viele Palästinenser sind wütend, weil die Polizei Bereiche der Altstadt abgesperrt hatte, um Versammlungen zu verhindern. Außerdem drohen nach Medienangaben einigen palästinensischen Familien im Stadtteil Scheich Dscharrah Wohnungsräumungen durch israelische Behörden. Seit Freitag gibt es in Jerusalem deshalb Auseinandersetzungen.
Mehr als 200 Raketen sollen in der vergangenen Nacht aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden sein. Die meisten Geschosse seien vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen worden. Dies teilten am Dienstag die israelischen Streitkräfte via Twitter mit.
Auf die hunderten abgefeuerten Raketen antwortete Israel mit 130 Angriffen gegen Ziele im Gazastreifen. Laut israelischen Militärs wurden 15 Mitglieder der Hamas getötet. Zudem seien zwei Tunnel attackiert worden. Betroffen waren demnach auch Einrichtungen zur Produktion von Raketen und Lagereinrichtungen.
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