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Ganze Nacht über: Mehr als 200 Raketen auf Israel abgefeuert

© REUTERS / AMIR COHENAschkelon. Das Israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt vom Gazastreifen abgefeuerte Raketen ab.
Aschkelon. Das Israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt vom Gazastreifen abgefeuerte Raketen ab.  - SNA, 1920, 11.05.2021
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Mehr als 200 Raketen sollen in der vergangenen Nacht aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden sein. Dies teilten am Dienstag die israelischen Streitkräfte via Twitter mit.
Auf die hunderten abgefeuerten Raketen antwortete Israel mit 130 Angriffen gegen Ziele im Gazastreifen. Laut israelischen Militärs wurden 15 Mitglieder der Hamas getötet. Zudem seien zwei Tunnel attackiert worden. Betroffen waren demnach auch Einrichtungen zur Produktion von Raketen und Lagereinrichtungen.
Dutzende Raketen, die aus dem Gazastreifen starteten, sollen vom Abwehrsystem „Iron Dome“ (Eisenkuppel) abgefangen worden sein.
Darüber hinaus teilten die israelischen Militärs mit, dass bei dem Raketenbeschuss die israelische Stadt Aschkelon getroffen worden sei. Dort wurden demnach mindestens sechs Zivilisten verletzt.
DPA meldet, dass das Gesundheitsministerium in Gaza die Zahl der Toten mit mindestens 22 angegeben hatte. Nach früheren Angaben des Ministeriums waren unter den Todesopfern auch neun Kinder. Der israelische Armeesprecher sagte, man kenne diesen Bericht. Er werde geprüft.
Am Montagabend hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, dass die Terrororganisationen in Gaza am Abend des Jerusalem-Tags „eine rote Linie überschritten“ und „uns in den Vororten Jerusalems mit Raketen angegriffen“ hätten. Israel werde „keine Angriffe auf unser Gebiet, unsere Hauptstadt, unsere Bürger und Soldaten dulden“. Wer Israel angreife, werde einen hohen Preis bezahlen, wird Netanjahu von Medien zitiert.
Zuvor war berichtet worden, dass militante Palästinenser am Montag nach Militärangaben Raketen auf das israelische Grenzgebiet abgefeuert hätten. Bereits am Sonntag hatte es Angriffe aus dem Gazastreifen gegeben, auf die Israel mit Panzerbeschuss reagierte.

Eskalation in Ost-Jerusalem

In Ost-Jerusalem eskaliert seit Tagen die Gewalt: Bei heftigen Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften sind in der Altstadt seit Freitag rund 300 Palästinenser und etwa 20 Polizisten verletzt worden. Parallel dazu nehmen die Angriffe auf Israel aus dem Gazastreifen zu. Viele Palästinenser im Westjordanland und im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems sind zornig, weil die Polizei Bereiche der Altstadt abgesperrt hatte, um Versammlungen zu verhindern.
Israel hat während des Sechstagekrieges 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert und treibt dort seitdem Siedlungsprojekte voran. Die Palästinenser fordern die Gebiete hingegen für einen eigenen Staat – mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Die EU vertritt wie zahlreiche andere internationale Akteure die Auffassung, dass die israelischen Siedlungen nach dem Völkerrecht illegal sind und ein Hindernis für den Frieden darstellen.
Israelische Soldaten  - SNA, 1920, 10.05.2021
Hamas stellt Israel nach Zusammenstößen Ultimatum – Maas warnt vor explosiver Lage in Region
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