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Nachtnews: EU will Barzahlungen über 10.000 Euro verbieten, Krankenstand auf Rekordtief

© CC0 / Free-PhotosWas in der Nacht geschah
Was in der Nacht geschah - SNA, 1920, 10.05.2021
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EU will Barzahlungen über 10.000 Euro verbieten; Mann eröffnet bei Geburtstagsfeier in Wohnwagensiedlung in USA Feuer auf Gäste; Rekordtief bei Krankenstand unter Beschäftigten mitten in Corona-Pandemie; Amazon beschlagnahmt zwei Millionen gefälschte Artikel; Virologe Drosten optimistisch; RKI registriert 6922 Corona-Neuinfektionen.

EU will Barzahlungen über 10.000 Euro verbieten

Die EU-Kommission will eine einheitliche Obergrenze beim Bargeld einführen, um Geldwäsche künftig besser bekämpfen zu können und Barzahlungen von über 10.000 Euro verbieten. Das kündigte Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) an.
„Wir reden über eine Obergrenze von 10.000 Euro. So viel Geld in den Taschen herumzutragen, ist ganz schön schwer. Die meisten Menschen machen das nicht“, sagte die Kommissarin der SZ. Die Vorschrift soll Teil eines Pakets an Gesetzesvorschlägen gegen Geldwäsche sein, das die Kommission im Juli vorstellen will.
McGuinness sagte der Zeitung, sie wolle mit Unterstützung der Mitgliedstaaten den Aufbau einer EU-Behörde vorschlagen: „Sie wird viele Befugnisse haben und die Anti-Geldwäsche-Politik bestimmter großer Banken direkt überwachen.“ Das Paket im Juli werde ein „Big Bang“ für den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung sein.

Geburtstagsgäste in Colorado getötet

Bei einer Geburtstagsfeier in einer Wohnwagensiedlung im US-Staat Colorado hat ein Mann auf die Gäste geschossen und dabei sechs Menschen getötet. Die Polizei habe beim Eintreffen am Tatort kurz nach Mitternacht am Sonntag (Ortszeit) sechs Leichen und einen schwer verletzten Mann vorgefunden, der später im Krankenhaus gestorben sei, erklärte die Behörde in Colorado Springs. Unter den Toten sei auch der mutmaßliche Schütze selbst.
Die bei der Feier anwesenden Kinder blieben den Angaben zufolge unverletzt und kamen in die Obhut von Verwandten. Der mutmaßliche Täter sei der Freund eines weiblichen Opfers gewesen und habe sich nach dem Blutbad selbst erschossen, erklärte die Polizei. Ermittlungen zum Motiv laufen.

Krankenstand auf Rekordtief

Der Krankenstand unter den Beschäftigten ist mitten in der Corona-Pandemie auf ein Rekordtief gesunken. So war er bei der Techniker Krankenkasse (TK) im ersten Quartal so niedrig wie seit 13 Jahren nicht mehr, berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“. Sie beruft sich dabei auf Daten der Kasse. In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Krankenstand 3,8 Prozent. Im ersten Quartal des Jahres 2020 lag er noch bei 5,1 Prozent, 2019 bei 4,8 und 2018 bei 5,2 Prozent der Arbeitszeit.
TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas sagte der DPA zufolge: „Die Fehltage sind bei fast allen Diagnosen zurückgegangen, besonders bei den Erkältungskrankheiten.“ Die Grippewelle sei ausgeblieben. Sonst sorge sie in der Regel alle zwei Jahre im Februar für einen erhöhten Krankenstand. Es zeige sich, dass die Abstands- und Hygieneregeln sowie die eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten auch die Verbreitung anderer Infektionserreger verhinderten, sagte Baas.
Die Diagnose Covid-19 spiele bei den Krankschreibungen der Erwerbstätigen im Vergleich zu den anderen Diagnosen den Daten zufolge eine untergeordnete Rolle. Insgesamt verzeichnete die TK im ersten Quartal 1,08 Millionen Krankschreibungen, davon 9381 aufgrund von Corona.
Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,4 Millionen versicherten Erwerbspersonen analysiert.

Amazon beschlagnahmt zwei Millionen gefälschte Artikel

Amazon hat im letzten Jahr zwei Millionen gefälschte Artikel in seinen Lagern aus dem Verkehr gezogen und vernichtet. Der weltgrößte Online-Händler nannte die Zahl am Montag in seinem ersten Bericht zum Kampf gegen Produktpiraterie. Zugleich berichtet der Versandhändler, dass es bei weniger als 0,01 Prozent der verkauften Produkte Beschwerden über mögliche Fälschungen gegeben habe.
Ein Problem für Amazon ist, dass auf seiner Marketplace-Plattform für andere Händler immer wieder versucht wird, Produktfälschungen zu verkaufen. Das führte bereits zu Streit mit mehreren großen Marken. Der Konzern steuert unter anderem mit verschärften Hürden für die Anmeldung gegen. Im vergangenen Jahr hätten lediglich sechs Prozent der Versuche, einen Händler-Account zu registrieren, den Prozess der Verifizierung bestanden, hieß es in dem Bericht.

Virologe Drosten optimistisch

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat sich zuversichtlich über den Verlauf der Corona-Pandemie im Sommer gezeigt. „Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmals Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“, sagte der Direktor der Virologie am Universitätsklinikum Charité am Sonntagabend im ZDF-„Heute Journal“. „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland.“ Gerade im Außenbereich werde wieder vieles zugelassen werden können, erklärte er. Man dürfe aber nicht zu früh in „totale Euphorie“ verfallen.
Für den Herbst werde die Herdenimmunität die Situation verbessern. „Die Krankheit wird im Herbst nicht verschwunden sein.“ Nicht geimpfte Personen würden sich weiter anstecken und erkranken können, erklärte der Virologe. Aber eine unkontrollierte Verbreitung werde es so nicht mehr geben.

RKI registriert 6922 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das zeigen die Zahlen vom Montagmorgen, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich hatte der Wert vor einer Woche noch bei 9160 Neuansteckungen gelegen. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 119,1 (Vortag: 118,6; Vorwoche: 146,9).
In ganz Deutschland wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 54 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es noch 84 Tote gewesen.
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