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„Kultur der Angst“ beim DOSB? Ethik-Kommission wird sich mit den Vorwürfen auseinandersetzen

Hand (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.05.2021
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Wegen der schweren Vorwürfe, die am 6. Mai in einem anonymen Schreiben gegen die Führungsspitze des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erhoben wurden, will am Dienstag die Ethik-Kommission des DOSB zusammenkommen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.
„Unser Ziel wird es sein, all die Punkte klar, offen und transparent zu beantworten“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Montag im Münchener Presseclub. Präsidium und Vorstand hatten die Ethik-Kommission unter dem Vorsitz des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU) eingeschaltet, nachdem die Spitzengremien Hörmann das Vertrauen ausgesprochen hatten.
Am Donnerstag war ein anonym gehaltener „Offener Brief aus der Mitarbeiterschaft des DOSB“ bei der DOSB-Führung eingegangen, in dem schwere Vorwürfe gegen DOSB-Präsident Alfons Hörmann und die Führungsgremien erhoben werden. Unter anderem wird darin Hörmanns Führungsstil kritisiert und eine „Kultur der Angst“ beklagt. In einem Statement des DOSB-Vorstands vom Freitag heißt es, man habe diese Vorwürfe „mit großem Erstaunen“ wahrgenommen. „Die Werte des Sports leiten unser tägliches Handeln im DOSB und unser Miteinander. Respekt und Fairplay gelten für uns jederzeit – auf und neben dem Platz. Dazu gehört auch ein wechselseitig offener, fairer und transparenter Umgang miteinander.“
Die DOSB-Führung nehme die Kritik jedoch sehr ernst, werde die Vorwürfe prüfen und sich intensiv mit den Mitarbeitern austauschen, heißt es weiter. „Es macht uns sehr betroffen, wenn sich ein Teil der Mitarbeiter, wie in der Mail unterstellt, derzeit im DOSB unwohl fühlt und den Arbeitsplatz nicht als angenehm empfindet.“

Das Führungsgremium stellt sich klar hinter Hörmann

„Die aufgeführte Kritik an unserem Präsidenten Alfons Hörmann weisen wir als Vorstand des DOSB in aller Klarheit zurück. Die Zusammenarbeit des Präsidenten mit dem Vorstand ist von einem sehr konstruktiven, professionellen und fairen Miteinander geprägt. Der Präsident und das gesamte Präsidium setzen sich ehrenamtlich Tag für Tag mit hohem Engagement für den DOSB und den Sport in Deutschland ein, und wir zollen ihnen höchste Anerkennung und Respekt für ihren Einsatz und ihre Leistung.“
Das Führungsgremium könne keinerlei Verhaltensweisen erkennen, die – wie in dem offenen Schreiben unterstellt – „jegliche Form des Respekts und Anstands vermissen lassen“. Der Vorstand schätze den engen und offenen Austausch mit dem Präsidenten und dem Präsidium und stelle klar, dass in der Zusammenarbeit des Präsidenten mit dem Vorstand jederzeit ein vertrauensvoller und gegenseitig wertschätzender Umgang gelebt werde.
Athletenvertreter Jonathan Koch hatte sich in einem Tweet am Sonntag von dem Schreiben distanziert. Er sei zwar auch der Meinung, die Vorwürfe bedürften einer gründlichen, unabhängigen und ergebnisoffenen Untersuchung, so der Ruderer. Jedoch sei ihm wichtig, zu erklären, dass die Zusammenarbeit mit Hörmann, dem Präsidium und dem Vorstand stets konstruktiv, vertrauensvoll und respektvoll gewesen sei und er auch regelmäßig kontroverse Anliegen habe einbringen können.
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