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Wie einer der kleinsten Staaten Europas mit Sputnik V den Krieg gegen Covid-19 gewinnt

© SNA / Wladimir PesnyaCorona-Impfstoff Sputnik V (Symbolbild)
Corona-Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 10.05.2021
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San Marino, ein winziger Binnenstaat, hat viele seiner europäischen Nachbarn überrascht, als er Mitte April begann, die Corona-Beschränkungen zu lockern, einige Monate nachdem er sich mit Russlands Sputnik V-Impfstoff eingedeckt hatte.
Es mag einer der kleinsten Staaten Europas sein, aber dank Russlands Impfstoff gewinnt es den Kampf gegen Covid-19.
In dem Land mit 34.000 Einwohnern sind die Coronavirus-Fälle auf fast Null gesunken, obwohl Ende März durchschnittlich 50 Infektionen pro Tag registriert wurden und es Mitte April mehrere Lockerungen gab. Die Zahl der Infektionen bleibt gering, selbst obwohl Restaurants, Bars und Museen ihre Türen ohne Sperrstunde für Kunden und Besucher geöffnet sind.
Die Gesundheitsbehörden von San Marino sagen, dass vor allem die weit verbreitete Impfung mit dem russischen Sputnik V der Grund für ihren Erfolg sei. Die neuesten Daten zeigen, dass mehr als 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung von San Marino mindestens eine Impfung gegen das Virus erhalten haben. Damit ist es eine der erfolgreichsten Impfkampagnen in Europa.
Sputnik V wurde für etwa 90 Prozent dieser Impfungen verwendet, bestätigte das Institut für soziale Sicherheit von San Marino. „Ein plötzlicher Rückgang der Infektionen“ wurde einen Monat nach dem Start des Impfprogramms Ende Februar beobachtet – selbst mit der neuen britischen Covid-19-Mutantenvariante im Umlauf. Das Institut rühmte sich, da die Zahl der registrierten Fälle pro Kopf nun 44-mal niedriger sei, als der EU-Durchschnitt.
Bundestagsabgeordneter Diether Dehm (Die Linke) lässt sich in Moskau mit Sputnik V impfen, 10. Mai 2021 - SNA, 1920, 10.05.2021
Unter Mitwirkung von russischem Fonds und SNA: MdB Diether Dehm in Moskau mit Sputnik V geimpft
Am 6. Mai ermöglichte das erfolgreiche Impfprogramm des kleinen Landes die offizielle Schließung seiner Covid-19-Station in einem Krankenhaus, nachdem der letzte Patient negativ getestet und entlassen worden war.

Hinwendung zu Moskau

Am 19. Februar hat San Marino nach Ungarn und Montenegro als eines der ersten Länder in Europa Sputnik V für den Notfall zugelassen.
Die ungarischen Gesundheitsbehörden haben als erste in der EU Anfang Februar einen Vertrag mit Russland über die Lieferung von 40.000 Dosen Sputnik V unterzeichnet.
San Marino ist jedoch das erste europäische Land, das sich bei seinem Impfprogramm fast ausschließlich auf Russlands Vakzin verlässt. Ein kleiner Prozentsatz der verbleibenden Impfungen gehört den verspäteten Lieferungen von BioNTech und Pfizer.
Ende Februar erhielt San Marino die erste Charge von 7.500 Dosen Sputnik V, um die Prioritätsgruppen des Landes zu impfen. Tausende von Dosen kamen später an.
Corona-Impfstoff Sputnik V (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.05.2021
Sputnik V in Deutschland vor dem Aus? Russischer Fonds antwortet der „Bild“
Der Impfstoff, der eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent bei der Vorbeugung von Covid-19-Symptomen aufweist, muss noch grünes Licht von den EU-Gesundheitsbehörden für den Einsatz in der EU erhalten, die ihr Impfprogramm beschleunigen will.

Inzwischen im Rest Europas…

In Italien, dem EU-Nachbarn von San Marino, wurden nur 27 Prozent der Bevölkerung mit mindestens einer Dosis des Covid-19-Vakzins geimpft. Das Land hat immer noch eine nächtliche Ausgangssperre, da Fitnessstudios und Innenrestaurants geschlossen sind.
Insgesamt hat die EU ihr angestrebtes Ziel, bis Ende März mindestens 80 Prozent der älteren Menschen und des Gesundheitspersonals zu impfen, nicht erreicht. Malta und Ungarn führen jetzt die Liste der EU-Länder mit den höchsten Impfraten an, aber Staaten, die Tausende neuer täglicher Fälle beobachten, einschließlich Frankreich, bleiben immer noch zurück.
Bisher hat Frankreich 25 Prozent seiner 68 Millionen Einwohner mindestens einen Covid-19-Schuss injiziert. Die Situation ist etwas vielversprechender, aber in Deutschland, wo 32 Prozent der Menschen mit Stichtag 7. Mai eine Spritze erhalten haben, noch lange nicht perfekt. Bisher wurden in der EU vier Impfstoffe zugelassen – Oxford / AstraZeneca, Johnson & Johnson, Moderna und Pfizer / BioNTech.
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